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Rütteln für den Bodenschatz

Geophysiker nehmen in Neißeaue Bodenmessungen vor. Sie sind dem Kupfer auf der Spur.

Von Steffen Gerhardt

Drei seltsam aussehende und weiß lackierte Fahrzeuge sorgen seit dieser Woche für Aufsehen in Neißeaue. Die ungarischen Spezialfahrzeuge sind zusammen mit den Fachleuten des Unternehmens Geophysik GGD aus Leipzig dabei, den Boden seismischen Messungen zu unterziehen. Das nicht immer geräuschlose Messverfahren, das zeitweilige Erschütterungen verursacht, dient dazu, Bodenschätze zu erkunden. Im konkreten Fall geht es um die Kupferlagerstätte zwischen Weißwasser und Görlitz. Auftraggeber ist die KGHM Kupfer AG mit Sitz in Weißwasser, ein Tochterunternehmen der polnischen KGHM, die den Bodenschatz zutage fördern will.

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Wie die SZ auf Nachfrage bei dem Bergbauunternehmen erfuhr, haben die seismischen Messungen diesen Monat in Neißeaue begonnen. Sie sollen bis Anfang Mai in der Gemeinde erfolgen. Insgesamt ist für die Messungen auf einer Strecke von 70 Kilometern entlang der Neiße ein Zeitraum bis zum Juli vorgesehen. Der Ausgang der Messungen entscheidet darüber, so Vorstandsvorsitzende Jolanta Dmowska, ob und wie viele Probebohrungen im nächsten Jahr erfolgen. Geplant sind vier Bohrungen bis zu einer Tiefe von 1 000 Metern.

Das alles zählt zu den geologischen Vorerkundungen, die über drei Jahre gehen und darüber entscheiden, ob das bis nach Glogow (Glogau) reichende Kupferflöz abbauwürdig ist. Einen möglichen Abbau des Kupfererzes in dem Abbaufeld „Weißwasser 2“ wird es erst in 20 bis 30 Jahren geben. Darauf weist das Unternehmen hin.