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Ruinen weichen Wohngebiet

An der Kleinwolmsdorfer Straße in Radeberg wird Platz für Einfamilienhäuser geschaffen. Auch an anderer Stelle tut sich etwas.

So sah es noch vor wenigen Monaten aus: An der Kleinwolmsdorfer Straße in Radeberg stehen noch die ehemaligen Helestra-Gebäude.
So sah es noch vor wenigen Monaten aus: An der Kleinwolmsdorfer Straße in Radeberg stehen noch die ehemaligen Helestra-Gebäude. © Archivfoto: Thorsten Eckert

Radeberg. Auf dem Gelände an der Kleinwolmsdorfer Straße hat sich einiges getan: Wo bis vor einigen Monaten die ehemaligen Fertigungsgebäude von Helestra standen, liegt jetzt nur noch ein Haufen Schutt. Nicht mehr lange, dann sind auch sie verschwunden. Bekanntlich sollen auf der Fläche Wohnhäuser entstehen.

Noch viel wichtiger: der Planungsentwurf des Bauherren ist jetzt auch vom Stadtrat gebilligt worden. Einstimmig votierten die Räte für das Vorhaben. „Jetzt kann das Projekt weiter vorangetrieben werden“, sagte der Radeberger OB Gerhard Lemm (SPD). Demnächst werden die Pläne öffentlich ausgelegt. Der genaue Termin steht noch nicht fest.

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Nach dem Papier können auf dem ehemaligen Helestra-Gelände Einfamilienhäuser oder Doppelhaushälften errichtet werden. Möglich ist eine dreireihige Bebauung. „Die Tiefe des Grundstücks ist für drei Reihen ausreichend“, sagte der OB. Bisher war von einer zweireihigen Bebauung die Rede. Aus den Plänen geht auch hervor, dass auf dem Grundstück Häuser mit zwei oder drei Geschossen errichtet werden können. Die Gebäude an der Kleinwolmsdorfer Straße müssen Satteldächer haben, bei den Häusern dahinter sind auch Flachdächer erlaubt. Die müssen allerdings begrünt werden. Riesige Gebäude sind verboten. Die maximale Höhe beträgt nach den Plänen 9,50 Meter. Sie dürfen nicht länger und breiter als 17 Meter sein. Grün soll es ebenfalls werden. Auf jedem Wohngrundstück sind entweder Laubbaum mit mittlerer oder großer Krone oder zwei Laubbäume mit kleiner Krone zu pflanzen. Das können beispielsweise Buchen, Eschen, Linden oder Kirschen sein. Derzeit sind in Radeberg mehrere Wohngebiete geplant. So werden an der Richard-Wagner-Straße/Pillnitzer Straße 45 Wohngrundstücke entstehen. Hinzu kommen zwei Mehrfamilienhäuser, die direkt an der Richard-Wagner-Straße gebaut werden. Zunächst ist ein erster Bauabschnitt mit der Ringstraße an der Richard-Wagner-Straße mit 22 Baugrundstücken geplant. Demnächst werden hier die Erschließungsarbeiten beginnen. Später sollen dann die Grundstücke im Bereich der Schillerstraße entstehen. Wann es zum Bau der mehrstöckigen Häuser mit Mietwohnungen an der Wagner-Straße kommt, ist noch nicht festgelegt.

Jetzt ist auf dem Gelände nur noch wenig von den Häusern zu sehen. An ihrer Stelle werden Einfamilienhäuser oder Doppelhaushälften entstehen.
Jetzt ist auf dem Gelände nur noch wenig von den Häusern zu sehen. An ihrer Stelle werden Einfamilienhäuser oder Doppelhaushälften entstehen. © Thorsten Eckert

Das zweite große Vorhaben der Wohnbau ist die Erweiterung des Standortes Am Sandberg. Auf dem Gelände zwischen Badstraße und Christoph-Seydel-Straße sollen zahlreiche Baugrundstücke dazukommen. Auf der Fläche in Richtung des ehemaligen Coca-Cola-Standortes könnten nach den jetzigen Planungen 55 Baufelder entstehen. Hier soll die Erschließung in diesem Jahr beginnen. Die Wohnungsgenossenschaft errichtet derzeit ein Mehrgenerationenhaus mit 38 Wohnungen.

Dennoch kann damit kurz und mittelfristig der Bedarf nur zu etwa einem Drittel gedeckt werden. Das haben Autoren des „Siedlungsentwicklungskonzepts Wachstumsregion Kamenz - Radeberg“ ermittelt. Nach Einschätzung der Fachleute fehlen in der Stadt Radeberg bis zum Jahr 2030 mehr als 300 Wohnungen, entweder in Mietshäusern oder als Einfamilienhäuser. Der Grund für den großen Bedarf ist der „absehbare erhebliche Arbeitsplatzzuwachs“ wie es in der Studie heißt.