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Rummelkinder probieren Karussell aus

Der Lorenzmarkt wird derzeit aufgebaut. Rund 20 Schausteller-Familien leben davon und freuen sich auf nächste Woche.

Hugo fährt auf seinem Lieblingselefanten Dumbo und Alicia winkt ihm zu. Nicht nur sie freuen sich, dass es in diesem Jahr wieder einen Lorenzmarkt geben soll.
Hugo fährt auf seinem Lieblingselefanten Dumbo und Alicia winkt ihm zu. Nicht nur sie freuen sich, dass es in diesem Jahr wieder einen Lorenzmarkt geben soll. © Sebastian Schultz

Zeithain/Lorenzkirch. Da würden wohl viele Kinder liebend gern mit Hugo und Alicia tauschen. Die beiden durften am Mittwoch auf den Elbwiesen bei Lorenzkirch das Kinderkarussell mit den lustigen Tierfiguren ausprobieren. Während ihre Altersgenossen noch bis zum 11. September warten müssen, dass der diesjährige Lorenzmarkt endlich eröffnet wird, können die Rummelkinder Runde um Runde drehen. "Das ist schon ein Privileg, das die Kinder unserer Schaustellerfamilien haben", sagt Lorenzmarkt-Chef Mike Borowski. 

Es ist nur zu hoffen, dass sie wenig von den Sorgen ihrer Eltern mitbekommen. Denn die Corona-Pandemie hat die Markttreibenden an den Rand ihrer Existenz gebracht. "Das war für uns bisher ein unmögliches Jahr", drückt es Borowski milde aus. Bis Juli galt für Schausteller ein komplettes Berufsverbot. Danach wollten viele sofort anfangen, um die Verluste durch die ausgefallenen Jahrmärkte einigermaßen gering zu halten. "Doch viele Städte nehmen sich aus der Verantwortung und lassen lieber ihre Volksfeste ausfallen", kritisiert der Sohn des Blochwitzer Schaustellers Wolfgang Borowski.

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Nicht so die Gemeinde Zeithain. Sie habe alles in Gang gesetzt, dass der älteste Jahrmarkt der Region, der normalerweise im August stattfindet, vom 11. bis 13. September nachgeholt werden kann. Mike Borowski lobt Bürgermeister Ralf Hänsel. "Das ist ein fähiger Mann", sagt er. "Er und die Leute vom Zeithainer Bauhof stehen uns mit Rat und Tat zur Seite."  

Das nächste Karussell wird aufgestellt.
Das nächste Karussell wird aufgestellt. © Sebastian Schultz

Am Dienstagabend sind die ersten Schausteller in Lorenzkirch angereist. Am Mittwoch begann der Aufbau der ersten Fahrgeschäfte und Imbissbuden. Die Freigabe durch das Gesundheitsamt Meißen sei auch schon da. Es hat das Hygienekonzept des Lorenzmarktes abgesegnet.

Danach werden im Innenbereich des Jahrmarktes Zäune aufgestellt, damit sich entgegenkommende Besucher nicht zu nahe kommen. Auch hier gilt 1,50 Meter Abstand. Mund-Nasen-Masken sind lediglich am Eingang und vor den Kassen der einzelnen Fahrgeschäfte Pflicht. Ansonsten nicht. Genauso wie es zurzeit in allen deutschen Freizeitparks Usus ist. 

"Wir haben zwar wegen der Corona-Bestimmungen mehr Kosten, aber die Preise sind trotzdem die gleichen wie in den letzten Jahren", sagt Mike Borowski. Auch die Größe der Lorenzmarktes sei trotz aller Widrigkeiten ähnlich. Es gibt insgesamt 32  Fahrgeschäfte, Losbuden und Imbissstände. Auf Händler im hinteren Teil des Jahrmarktes wird diesmal verzichtet. Sie bieten ihre Waren im vorderen Teil an der Fährstraße an.  

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