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Zittau

Runder Tisch zur Schwimmhalle?

Die Ortschefs Bernd Müller und Christian Schäfer wollen die Hirschfelder Halle retten. Es soll über Kostensenkungen statt Schließung nachgedacht werden.

Die Schwimmhalle in Hirschfelde soll geschlossen werden. Die Ortsbürgermeister Bernd Müller und Christian Schäfer wollen das nicht einfach hinnehmen.
Die Schwimmhalle in Hirschfelde soll geschlossen werden. Die Ortsbürgermeister Bernd Müller und Christian Schäfer wollen das nicht einfach hinnehmen. © Archiv/Matthias Weber

Die Wellen um die Schwimmhalle in Hirschfelde schlagen weiter hoch. Hirschfeldes Ortsbürgermeister Bernd Müller (FUW) will die von der Stadt Zittau vorgeschlagene Schließung nicht akzeptieren und erhält Unterstützung von seinem Amtskollegen aus Dittelsdorf, Christian Schäfer (BID). Das geplante Ende der Schwimmhalle sei seiner Meinung nach reiner Aktionismus. Man könne nicht immer denken, wenn es schlecht geht, etwas zu schließen, richtet Schäfer seine Kritik in Richtung Stadt. 

Stattdessen sollte bei den Einwohnern das Interesse geweckt werden, wieder mehr schwimmen zu gehen. Das könnte beispielsweise durch eine Änderung der Öffnungszeiten gelingen, finden beide Ortsbürgermeister übereinstimmend. Die Schwimmhalle in Hirschfelde ist nur an zwei Tagen in der Woche bis 20 Uhr geöffnet, an den anderen Tagen schließt sie schon um 17 oder 18 Uhr. 

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Senioren, die bisher vormittags schwimmen gehen, würden auch nachmittags oder am frühen Abend kommen, berichtet Müller von Gesprächen mit ihnen. So könnte, meint er, ein weiterer Vormittag fürs Schulschwimmen genutzt werden. In der Vergangenheit ging Müller bereits mit dem Vorschlag an die Öffentlichkeit, den Schwimmunterricht in Hirschfelde zu konzentrieren. Derzeit kommen zehn Schulen aus dem Kreissüden nach Hirschfelde zum Schwimmen.

Überhaupt sollte erst mal analysiert werden, was verändert und wie Kosten reduziert werden können, bevor die Halle geschlossen werde. Auch darin sind sich Müller und Schäfer einig. Auf dem Hallendach könnte zum Beispiel eine Solaranlage installiert werden, schlägt der Dittelsdorfer Ortschef vor. Die Stadt Zittau als Eigentümerin des Gebäudes und die Städtische Beteiligungsgesellschaft (SBG) sollten erstmal investieren, um die Halle am Ende preiswerter betreiben zu können, meint Schäfer. Sein Vorschlag: Alle Seiten sollten sich an einen Tisch setzen und Maßnahmen festlegen, wie der Betrieb der Halle effektiver gestaltet werden kann.

Bernd Müller gibt auch zu bedenken, dass von dem Blockheizkraftwerk im Keller der Schwimmhalle auch das Sportcasino versorgt wird.

Vor der Eingemeindung von Hirschfelde in die Stadt Zittau sei vertraglich festgelegt worden, dass die Schwimmhalle erhalten bleibt, weist Christian Schäfer hin. Er war seinerzeit einer der Vertreter der Gemeinde Hirschfelde, die die vertragliche Vereinbarung mit ausgehandelt haben. Er mahnt an, dass es auch 12 Jahre nach der Eingliederung an einem Zusammenhalt von Zittau mit seinen Ortschaften fehle. Im neuen Stadtrat werde das noch schwieriger, glaubt Müller, weil weniger Vertreter aus den Ortsteilen in das Gremium gewählt wurden.

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Gerade in Sachen Schwimmhalle fordern die beiden Ortsbürgermeister trotz aller Kritik einen sachlichen Dialog. Demonstrieren oder Unterschriften sammeln gegen die Schließung der Einrichtung wollen sie vorerst nicht. "Wir reichen den Verantwortlichen noch die Hand, um eine Lösung zu finden, die Schwimmhalle zu erhalten", erklärt Müller.

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