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Runderneuerung in kommunaler Küche

Die Gemeinde Ebersbach investiert über 200.000 Euro in ihre Essenversorgung. Gebaut wird im Sommer. Dann ist in den Einrichtungen Überbrückung gefragt.

Petra Damme und Heiko Laubstein freuen sich in der Kalkreuther Schulküche schon auf die Modernisierung.
Petra Damme und Heiko Laubstein freuen sich in der Kalkreuther Schulküche schon auf die Modernisierung. © Anne Hübschmann

Ebersbach. Schon im vorigen Sommer sollte die kommunale Schulküche in Kalkreuth -  neben Lampertswalde die Einzige der Region - ein ganz neues Gesicht bekommen. Doch die Förderung kam da nicht zustande. Nun soll die Aktion in diesen Sommerferien starten. Gut 20 Jahre liegt die letzte Modernisierung zurück. Jetzt wird alles ganz schick.

450 bis 500 Essenportionen werden täglich an der Grundschule gekocht: für die beiden kommunalen Schulen, die Kindereinrichtungen, für Betriebe, Verwaltungen und Einzelpersonen. Die vor 60 Jahren entstandene Gemeindeeinrichtung ist den Ebersbachern lieb und teuer:  Hier wird noch nach Hausmannsart gekocht, erläutert Bürgermeister Falk Hentschel im Gemeinderat. Doch Manches musste aus Kapazitätsgründen doch schon aufgegeben werden. 

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Nun wird mit 80-prozentiger Förderung des Dresdner Heidebogens und mit der Pauschale für Landgemeinden die Küche so umgebaut, dass fast alles erneuert wird. Ziel der Übung: Der Arbeitsschutz kann verbessert, die Lagerkapazität soll erhöht und qualifiziert werden. Zwei neue junge Köche arbeiten laut Hentschel in Kalkreuth, die ihre Wünsche äußerten. Planer Volker Partzsch aus Ebersbach hat die Investition von 213.000 Euro in zehn Baulose gebracht. Die Meisten davon hat der Gemeinderat nun vergeben. 

Grob gesagt, wird die Spülküche mit erweiterten Spülbecken erneuert, die Decken werden abwischbar, die Räume umfangreich gefliest. Auch ein neuer Fußboden ist geplant, das Ausgabefenster wird sich verändern. Vorgesehen ist zudem eine verbesserte Belüftungsanlage. Die Hygienebehörde hat sich die Schulküche vorm Umbau angesehen und Hinweise gegeben. So ist auch eine Edelstahl-Rinne für ordentliche Abwasserentsorgung geplant.

Bei den Auftragsvergaben kamen vor allem einheimische Handwerker zum Zuge. Die Bauhauptleistungen wurden an den Komplettbau Ebersbach vergeben, die Fliesenlegerarbeiten macht die örtliche Firma Carsten Hillig. Der Elektrobau Ilschner aus Reinersdorf wurde mit den Elektroarbeiten beauftragt, die Firma Kölling aus Bieberach mit Heizung und Sanitäranlagen. Einzig die Küchentechnik sowie eine neue Tiefkühlzelle, eine Kühlzelle und eine neue Universal-Küchenmaschine liefert der Boden Gastroservice aus Dohna. Allein dieses Los umfasst circa 64.000 Euro. Wie Bürgermeister Hentschel unterstrich, werden 80 Prozent der vorhandenen Küchengeräte weiter genutzt. Die neue Tiefkühlzelle soll außen ans Gebäude angesetzt werden. Dass dadurch keine Wärme-Rückgewinnung möglich ist, soll auf Anregung von Gemeinderat Tilo Groß aus energetischen Gründen nochmal überdacht werden. 

Die Bindung regionaler Firmen ist auch deshalb wichtig, weil nur ein Zeitfenster von acht Wochen für den Umbau zur Verfügung steht: in den Sommerferien plus eine Woche davor bzw. danach. Da muss alles pünktlich ineinander greifen. "Das letzte Essen wird am 10. Juli ausgeliefert", erklärt Falk Hentschel. 

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In diesen acht Wochen müssen aber u. a. die Kindereinrichtungen weiter versorgt werden. "Sie werden selbst kochen und haben schon Ideen für eine Sommerküche", heißt es im Gemeinderat. Die Einzelbesteller könnten mobil durch die Fleischerei Freund versorgt werden, so der Bürgermeister. Auch die Lehrküche in der Oberschule Ebersbach kann genutzt werden.   

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