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Runter von der Bühne!

Die Musik der Cover-Band „The Cavern Beatles“ im Theater stimmt – nur der Ort nicht.

Von Peter Braukmann

Die Cavern Beatles gastierten zum zweiten Mal in Meißen und brachten dem Theater ein fast ausverkauftes Haus. Die Fangemeinde im Alter zwischen vierzig und sechzig ließ sich leicht von den vier Herren im Beatles-Look einnehmen. Die Anzüge waren authentisch, Gitarren und Verstärker ebenso. Bei den Tonarten war das dann schon anders, griff man doch lieber zu singbareren Lagen als die von McCartney und Lennon so oft verwendeten Es- und B-Dur.

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Die Cavern Beatles spielten sich durch das Repertoire der Beatles, gekonnt, ohne Schnörkel und den Anspruch, eigene Akzente zu setzen. Die Herren gaben sich als John, Paul, George und Ringo aus, sagten knapp die Titel an und machten am Ende jeder Nummer brav die Beatles-Verbeugung. Wie anno damals gab es keine Lightshow und der Sound stimmte.

Wer den Beatles-Hype live miterlebt hat, erinnert sich, wie wir damals an Wochenenden im Dorfsaal die Coverversionen der jeweiligen Dorfband zelebrierten, die diese mühsam am Radio abgehört hatten, und auf erschwinglichen Fender-Gitarren spielten, verstärkt über Röhrenradios. Was haben wir getobt und getanzt! Da fällt es mir schwer zu ergründen, was eine Beatles-Show in einem Theater zu suchen hat. Zwar standen die Leute auf, und ein paar Unentwegte wippten im Gang stehend mit Bein und Hüften, mehr war da nicht drin.

So war es denn ein Abend, an dem die Hits der Beatles, gut bis sehr gut nachgespielt, eine Reise in die Jugend andeuteten – allerdings nur im Kopf. Dazu muss ich aber nicht 29 Euro und mehr bezahlen. Da lade ich mir ein paar Freunde ein, stelle die Möbel in den Flur, den Kasten Bier auf den Balkon und lege meine alten Beatles-Scheiben auf. Und dann wird abgerockt, bis der Nachbar an die Decke klopft.

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