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Rutschen auch in diesem Sommer am Knappensee

Dennoch ziehen sich wegen der umfangreichen Sanierung weitere Tourismus-Anbieter Stück für Stück zurück.

Von Mirko Kolodziej

Die geplante bergtechnische Sanierung am Knappensee lässt weitere touristische Angebote wackeln. Wie im Lohsaer Gemeinderat bestätigt wurde, hat mit Jens Bohge der Betreiber des Campingparks Knappensee am Südufer in Groß Särchen seinen Pachtvertrag mit der Gemeinde gekündigt. Nach Angaben von Bürgermeister Udo Witschas (CDU) wird das Pachtverhältnis im Dezember enden. Damit steht zumindest dem Planschen im Rutschenpark des Campingparks in diesem Sommer nichts im Wege. Doch ab 2015 hat Lohsa eine Attraktion weniger. „Ich kann ihn verstehen“, so Witschas über Bohges Entscheidung.“ Verständnis äußerte er auch für Marlen und Rico Gläßer, die den Ferienpark zwischen Groß Särchen und Koblenz bewirtschaften. Hier ist es die Gemeinde, die eine Kündigung aussprechen wird. Gläßers kündigten an, das nicht zu akzeptieren und vor das Verwaltungsgericht zu gehen. Immerhin ist es schon die zweite Kündigung in diesem Jahr. Die erste sprach die Gemeinde aufgrund der Tatsache aus, dass Oberbergamt und Bergbausanierer LMBV einen Teil des Ferienparks für die Sanierung beanspruchen. Daraufhin bereiteten Gläßers und die Gemeinde Ersatzflächen vor, sodass Dauercamper umziehen konnten. Anfang April allerdings teilten die Sanierer mit, sie hätten sich vertan. Die Sicherheitslinie habe sich verschoben. Nun will Lohsa zwar erneut für Ersatz sorgen, doch Rico Gläßer sagt: „Derzeit ist keiner der Dauercamper bereit, ein drittes Mal umzuziehen.“ Denn schon 2011, als Verträge zwischen Talsperrenmeisterei und der Ferienpark-Vorbetreiber-Familie Domaschke endeten, hatten die Dauercamper ihre Siebensachen packen müssen. „Wirtschaftlich kann ich das mehr als nachvollziehen“, meinte der Lohsaer Bürgermeister also zu Gläßers Klage-Ankündigung. Allerdings müsse eben auch die Gemeinde auf die Sperrverfügung des Bergamtes reagieren, um ihrerseits nicht vom Land Sachsen in Haftung genommen zu werden. Aufgelöst werden hingegen sowohl mit Gläßers als auch mit Jens Bohge einvernehmlich die Bewirtschaftungsverträge für die Parkplätze am Rutschenpark, an der Grundschule, am Koblenzer Strand sowie für den Waldparkplatz am ehemaligen Z4 in Koblenz. Es sei, so die Gemeinde zur Begründung, wegen der Sperrung nur noch mit einer geringen Frequentierung der Parkplätze durch Gäste zu rechnen.

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