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Sachsen-Bank macht Gewinn

Neuer Vorstand Oliver Fern präsentiert Bilanz mit mehr Kunden, mehr Beratern und mehr Krediten.

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Leipzig. Als Sachsen-LB ging sie 2007 im Strudel der Finanzkrisen unter, Ostdeutschlands einzige Landesbank musste in einer Notaktion an die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) verkauft werden. Als junge Tochter des Stuttgarter Geldhauses ist sie inzwischen erneut gut im Geschäft: Die „Sachsen-Bank“ erwirtschaftet mit Mittelständlern aus Mitteldeutschland wieder Gewinne. 34 Millionen Euro operatives Ergebnis lautet die Bilanz für 2013, sagte gestern Oliver Fern, seit Jahresbeginn neuer Vorstand im Leipziger Bankhaus. Voriges Jahr sei das Ergebnis 40 bis 50 Millionen Euro geringer gewesen – und damit negativ ausgefallen. Ein exakter Vergleich ist indes schwer möglich, da die Bank für 2012 keinen Geschäftsbericht vorgestellt hatte.

Das Neugeschäft mit Finanzierungen für Unternehmenskunden sei aber 2013 wieder gestiegen, auf mehr als 1,2 Milliarden Euro, trotz der nach wie vor großen Kreditzurückhaltung, hartem Wettbewerb und niedrigen Zinsen, so Fern. Während es bei der abgewickelten Landesbank hieß, mit der regionalen Wirtschaft könne man nicht ausreichend Geld verdienen, versucht die Sachsen-Bank, genau diesen Weg zu gehen. Die Zahl der Kunden sei um 60 auf etwa 700 ausgebaut worden. Das gesamte Unternehmenskundengeschäft belaufe sich jetzt auf 2,3 Milliarden Euro. Hinzu kommen potente Privatkunden wie Ärzte, Anwälte und andere Freiberufler.

Die Sachsen-Bank sei „einer der führenden Mittelstandsfinanzierer in der Region“, so Fern. Zunehmend begleite das Bankhaus, das die große LBBW im Rücken hat, Unternehmer auch auf ihrem Weg ins Ausland und hilft mit einem weltweiten Netz von mehr als 20 Standorten. Unterstützung bietet zudem „German Centres“ etwa in Singapur, Peking, Delhi, Mexiko-Stadt und in Moskau, die Büros und fachliche Beratung anbieten. Die Sachsen-Bank mit Filialen und Repräsentanzen in Dresden, Chemnitz, Erfurt, Halle und Magdeburg hat heute 120 Mitarbeiter, insgesamt beschäftigen die LBBW und ihre Töchter in Mitteldeutschland etwa 360 Mitarbeiter. Zuletzt kamen eine Handvoll Vermögensmanager und Kundenbetreuer hinzu – und eben Vorstand Fern. Der 44-Jährige hat Karriere bei der Deutschen Bank gemacht, ehe er zum Jahreswechsel seinen Vorgänger Harald Pfab ablöste. Der war mit 65 Jahren in den Ruhestand gegangen. (SZ/heit)