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Sachsen bei Schul-Normalbetrieb skeptisch

Wie eine repräsentative Exklusiv-Umfrage zeigt, denken viele Sachsen, dass Regeln wie die Maskenpflicht früher oder später kommen werden.

© Jens Büttner/dpa-Zentralbild

In anderthalb Wochen geht die Schule in Sachsen nach dem Ende der Sommerferien wieder los - und wenn es nach Kultusminister Christian Piwarz (CDU) geht, fast ohne Einschränkungen. So wird Sachsen wegen der im Freistaat weiterhin niedrigen Corona-Infektionszahlen auf eine Maskenpflicht an Schulen und Kitas verzichten.

Doch viele Sachsen glauben, dass sich dieser "Regelbetrieb unter Pandemiebedingungen", wie ihn Piwarz nennt, nicht auf Dauer wird durchhalten lassen. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Exklusiv-Umfrage, die sächsische.de gemeinsam mit den Meinungsforschern von Civey gestartet hat.

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Demnach sagen rund 46 Prozent der Sachsen, dass der Regelbetrieb in Schulen nicht dauerhaft möglich sein wird. Sie gehen also davon aus, dass im Laufe des Schuljahres Einschränkungen beschlossen werden müssen, wie zum Beispiel eine Maskenpflicht oder  eine Mischung aus Präsenz- und Heimunterricht. Zugleich glauben aber auch rund 41 Prozent der Sachsen, dass sich der Regelbetrieb durchziehen lässt. Rund 14 Prozent sind bei der Frage unentschieden.

Eine der Lehren aus der Corona-Krise im Frühjahr ist, dass Schulschließungen zu großen Belastungen bei den Kindern und in den Familien führen. Auch in Sachsen sagen führende Politiker deshalb jetzt, dass sie einer erneuten Schulschließung nicht so schnell zustimmen würden wie noch zum Jahresanfang. So hat es auch Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) kürzlich im Interview mit sächsische.de gesagt. 

Damit trifft sie die Meinung vieler Sachsen, wie die Zahlen einer weiteren repräsentativen Umfrage zeigen. Demnach sagen rund 45 Prozent der Sachsen, dass Schulen und Kitas bei einer erneuten Verschärfung der Corona-Maßnahmen eher spät geschlossen werden sollten. 40 Prozent der Sachsen sprechen sich hingegen dafür aus, dass Schulen und Kitas, wie im Frühjahr geschehen, mit als erstes dichtgemacht werden. Rund 16 Prozent sind bei dieser Frage unentschieden.  

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Die Stichprobe für die erste Umfrage besteht aus 371 Personen, die der Grundgesamtheit der sächsischen Wahlbevölkerung entsprechen. Die Stichprobe für die zweite Umfrage ist 186 Personen groß. Wie Umfragen mit Civey funktionieren, wird in diesem Artikel (mit Video) erklärt.

So berichten wir über die Corona-Krise:

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