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Sachsen bleibt ein Touristenmagnet

Fast vier Millionen Gäste besuchten im ersten Halbjahr 2019 den Freistaat. Besonders beliebt ist ein Gebiet.

Besonders beliebt bei Besuchern ist die Sächsische Schweiz.
Besonders beliebt bei Besuchern ist die Sächsische Schweiz. © Matthias Hiekel / dpa (Archivbild)

Dresden. Nach dem Rekordjahr 2018 wächst die Zahl der Besucher im Freistaat weiter. 

Im ersten Halbjahr 2019 buchten 3,82 Millionen Gäste etwa 9,3 Millionen Übernachtungen – im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist das ein Zuwachs von 1,8 Prozent bei der Gästeanzahl und 1,2 Prozent bei den Übernachtungen, teilt Sachsens Landestourismusverband mit. Gezählt werden Übernachtungen in Hotels und Pensionen mit mehr als zehn Betten.

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„In den vergangenen 27 Jahren haben sich landesweit die Gästezahlen mehr als verdreieinhalbfacht, die Übernachtungen fast um das Dreifache erhöht“, sagt Vizepräsident Rolf Keil, der Landrat des Vogtlandkreises ist. „Der Tourismus ist damit eine unverzichtbare Wirtschaftsgröße, er ist zum Standortfaktor und zu einem wichtigen Beitrag gesellschaftlicher Stabilität für unser Land geworden.“

Die Stadt Leipzig und die umliegende Region, das Erzgebirge und die Oberlausitz können ein Besucherplus verzeichnen. Besonders beliebt bei den Urlaubern ist die Sächsische Schweiz. Insgesamt zählte das Statistische Landesamt mehr als 744.330 Übernachtungen – Rekord. Damit sei das erste Halbjahr 2019 das bislang erfolgreichste für den Tourismus in der Region, heißt es vom Tourismusverband. Auch die Auslastung größerer Hotels mit mindestens 25 Zimmern erreichte im Juni den bisherigen Spitzenwert von 66,3 Prozent.

Blick auf die Stadt Bad Schlema. Auch das Erzgebirge verzeichnet einen Zuwachs an Besuchern.
Blick auf die Stadt Bad Schlema. Auch das Erzgebirge verzeichnet einen Zuwachs an Besuchern. © Robert Michael/dpa

Investitionen in neue Projekte und touristische Infrastruktur würden eine positive Wirkung hinterlassen, teilt der Landestourismusverband mit. Die Region Sächsische Schweiz werbe nun ganzjährig in wichtigen nationalen Märkten wie Berlin und Leipzig mit dem Fokus auf das Winterhalbjahr. Die Idee: Ganzjährige Auslastung ermöglicht ganzjährige Beschäftigung des Servicepersonals, was wiederum die Attraktivität der Betriebe in der Region als Arbeitgeber erhöht. „Wir haben ein dickes Brett zu bohren“, sagt Landrat Michael Geisler (CDU). „Mehr als 200 Jahre war die Sächsische Schweiz ein klassisches Sommerreiseziel. Jetzt auch das Winterhalbjahr aufzubauen, braucht einen langen Atem.“

Die meisten Touristen besuchen immer noch Dresden. Es sind aber weniger als im Vorjahr. Die Landeshauptstadt zählte in den sechs Monaten fast 999 000 Gäste. Sie buchten zwei Millionen Übernachtungen. Das sind etwa zwei Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Auch das Elbland, das Vogtland und die Stadt Chemnitz büßen an Beliebtheit ein.

Erstmals haben 2018 Touristen in Sachsen mehr als 20 Millionen Übernachtungen gebucht – ein historischer Rekord. Bereits 2017 war ein touristisches Rekordjahr mit hohen Zuwächsen gewesen.

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