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Grüne wollen mehr Geld für Schlesien

Die Einrichtung in Görlitz erhält 10.500 Euro Corona-Hilfe. Direktor Markus Bauer hofft auch weiteres Geld vom Bund.

Der Schönhof am Görlitzer Untermarkt beherbergt das Schlesische Museum.
Der Schönhof am Görlitzer Untermarkt beherbergt das Schlesische Museum. © SZ-Archivfoto: Thomas Fiedler

Schlesische Geschichte steht im Mittelpunkt des Schlesischen Museums zu Görlitz. Dieses vermittelt regionale und vor allem europäische Geschichte zwischen Polen, Deutschland und Tschechien. Und zwar hervorragend, findet die bündnisgrüne Landtagsabgeordnete Franziska Schubert, und fordert: Der Bund soll dem Museum aus der coronabedingten Finanznot helfen.

Das sieht auch Museumsdirektor Markus Bauer so.  Er habe einen Förderantrag im Rahmen des „Neustart“-Programms der Kulturbeauftragten der Bundesregierung gestellt, teilte  Bauer am Donnerstag mit. Dieses Programm ist darauf ausgerichtet ist, Kultureinrichtungen durch gezielte Maßnahmen für die Zeit während und nach der Epidemie fit zu machen. „Hier habe ich ein Projekt zur Vorstellung wichtiger Sammlungsstücke des Museums im Internet zur Förderung vorgeschlagen“, so Bauer.

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Das Museum agiert als Stiftung. Danach teilen sich Bund und Land in die Finanzierung  teilen. Sachsen hat das bereits getan. Der Haushalts- und Finanzausschuss des sächsischen Landtags hat am Mittwoch 10.500 Euro Corona-Hilfen für das Schlesische Museum Görlitz bewilligt.

„Wir haben auf den Hilferuf aus Görlitz reagiert und umgehend Hilfe bewilligt", so die Görlitzerin Schubert, die haushaltspolitische Sprecherin ihrer Fraktion ist. "Weitere Hilfe erwarte ich vonseiten des Bundes.“

Die Situation sei für das Museum auch deswegen nicht einfach, weil dem Haus allein für Mai und Juni, den beiden nach Angaben Schuberts besucherstärksten Monaten, rund 14.000 Euro allein an Einnahmen fehlen würden. Hinzu kommen die Ausfälle beim Museumsladen. "Insgesamt reden wir von geschätzten 21.000 Euro, die fehlen", sagte die Bündnisgrüne.

"Wir freuen uns über die Förderung", teilte Museumsdirektor Markus Bauer auf Nachfrage der SZ mit: "Ich nehme an, sie erfolgt aufgrund meines Antrags vom 6. Mai dieses Jahres um Unterstützung aus dem Corona-Sondervermögen des Freistaats Sachsen." Bauer hatte damals aufgrund der vorliegenden Zahlen aus dem April Einnahmeausfälle von rund 25.000 Euro ermittelt, denen verminderte Kosten von rund 4.000 Euro entgegenstehen.  So ergibt sich eine Summe von jeweils 10.500 Euro für Bund und Freistaat.

Zahle jetzt auch der Bund seinen Anteil, könne das für 2020 geplante Ausstellungs-, Veranstaltungs- und Publikationsprogramm weitgehend umgesetzt werden, versichert Bauer. Vorausgesetzt natürlich, dass Museum muss nicht wieder schließen.

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