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Sachsen ist wieder Spitze bei der Bildung

Beim bundesweiten Bildungsmonitor landet der Freistaat ganz vorn - zum 14. Mal in Folge. Doch nicht in allen Bereichen läuft es rund.

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Handlungsbedarf sehen die Macher der Studie unter anderem bei Digitalisierung und Integration.
Handlungsbedarf sehen die Macher der Studie unter anderem bei Digitalisierung und Integration. © Arno Burgi/dpa

Leipzig/Berlin. Schulqualität, Förderstruktur und mehr: Sachsen ist in Sachen Bildung deutscher Spitzenreiter. Zu diesem Ergebnis kommt der "Bildungsmonitor 2019", wie die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) am Donnerstag mitteilte. Die Studie, die das Institut der deutschen Wirtschaft Köln im Auftrag der arbeitgebernahen INSM durchführte, vergleicht die 16 Bundesländer anhand von 93 Indikatoren in insgesamt 12 Bereichen.

Besonders gut funktioniere den Angaben nach die Förderung. Viele Kinder nutzen Ganztagsangebote in Kindergärten und Grundschulen. Auch in Sachen Bildungsarmut schneide Sachsen gut ab. Die Risikogruppen im Lesen und in Mathe seien besonders gering. Verbesserungsbedarf gebe es hingegen bei der Schulabbrecherquote.

Auch in anderen Bereichen sehen die Macher der Studie Handlungsbedarf. Vor allem bei der Integration könne noch mehr erreicht werden, hieß es. Dafür sei eine systematische Sprachförderung mit Beginn der Kita von Vorteil. Auch in Sachen Digitalisierung sei noch Luft nach oben. Relativ schlecht im bundesweiten Vergleich schnitt Sachsen zudem auf dem Gebiet der Zeiteffizienz ab. Das lasse sich vor allem mit dem geringen Anteil der Studienanfänger in einem Bachelorstudiengang erklären. Mit nur 52 Prozent liegt der Freistaat hier auf dem letzten Rang.

Über alle Gebiete hinweg schnitt Sachsen dennoch am besten ab - bereits zum 14. Mal in Folge. Auf Platz zwei landete Bayern, gefolgt von Thüringen. Schlusslicht im Bildungsmonitor ist Berlin. Die Hauptstadt landet hinter Brandenburg und Bremen. 

Sachsens Kultusminister Christian Piwarz zeigte sich erfreut über den Spitzenplatz. „Dieser Erfolg ist nicht selbstverständlich und er hat viele Väter. Doch eines ist klar: Ohne die gute Arbeit der Lehrerinnen und Lehrern wäre dies nicht denkbar gewesen. Den Lehrkräften gebührt besonderer Dank für diese Leistung.“ (dpa/SZ)