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Sachsen liefern jede Hautfarbe

Werbung bei den Scheichs: Abu Dhabi besitzt schon Dresdens größte Mikrochipfabrik. Nun zeigen in Dubai auch Medizintechniker ihr Können.

Von Georg Moeritz

Dresden. Täuschend echte Zehen und ganze Beine: Das Stamos + Braun Prothesenwerk aus Dresden stellt Silikonprodukte her, die sich wie menschliche Haut anfühlen. Die Dresdner Orthopädietechniker können die Prothesen auch in jeder gewünschten Hautfarbe herstellen. Mit dieser Spezialität tritt das Unternehmen in dieser Woche auf der zweitgrößten Medizintechnik-Messe der Welt auf. Sie findet in Dubai in den Vereinigten Arabischen Emiraten statt. Unter den 4 000 Ausstellern auf der Messe „Arab Health“ ist Stamos + Braun nicht die einzige sächsische Firma.

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Die Wirtschaftsförderung Sachsen hat 20 Unternehmen aus dem Freistaat an einem Gemeinschaftsstand zusammengebracht. Mit dabei sind auch Dr. Müller Gerätebau aus Freital und Alpha Plan aus Radeberg. Dr. Müller ist Diabetes-Spezialist und hat nach eigenen Angaben 7 000 Analyse-Geräte in alle Welt geliefert. Bei Alpha Plan dagegen werden Maschinen gebaut, mit denen zum Beispiel in der benachbarten Fabrik von B. Braun Avitum Filter für die Blutwäsche hergestellt werden.

Sachsens Sozialministerin Barbara Klepsch (CDU) besucht die Messe in Dubai und trifft bei ihrer Arabien-Dienstreise außerdem Vertreter der Gesundheitssparte von Mubadala – das ist der abu-dhabische Staatskonzern, dem auch der Mikrochip-Hersteller Globalfoundries gehört. Das Emirat Abu Dhabi versucht, mit Investitionen in Wachstumsbranchen seine Abhängigkeit vom Erdöl zu verringern. Allerdings soll die Staatsfirma Mubadala wegen des gesunkenen Ölpreises unter Druck stehen, sodass Verkaufsgespräche über Anteile an Globalfoundries mit chinesischen Interessenten stattgefunden haben sollen. Eine Bestätigung dafür gab es nicht. Ministerin Klepsch sagte, der arabische Raum biete gute Chancen, in der Gesundheitswirtschaft Partnerschaften zu knüpfen.