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Sachsen macht die Grenze sauber

In den nächsten Monaten werden Messtrupps an der deutsch-tschechischen Grenze unterwegs sein. Sie haben einen ganz besonderen Auftrag.

© dpa

Von Romy Kühr

Wildwuchs ist einer der schlimmsten Feinde des Vermessers. Damit an der deutsch-tschechischen Grenze alles deutlich zu sehen ist und klare Verhältnisse herrschen, räumt der sächsischen Staatsbetrieb Geobasisinformation und Vermessung (GeoSN) demnächst an der Grenze auf. „Das ist reine Routine und wird von unseren Mitarbeitern regelmäßig gemacht“, gibt Barbara Wolters Auskunft, die bei GeoSN für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist.

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Überall entlang der Grenze zwischen Deutschland und Tschechien werden Grenzzeichen überprüft, Bäume und Sträucher, die die freie Sicht auf die Grenze versperren, werden verschnitten und Markierungen erneuert, teilt GeoSN mit. „Das ist wichtig, weil sonst der Satellitenempfang nicht gegeben ist, wenn Bäume und Sträucher im Weg sind“, so Frau Wolters. Der Staatsbetrieb GeoSN liefert zum Beispiel Karten, stellt aber auch Vermessungsdaten zur Verfügung, etwa sogenannte Festpunkte. Solche Punkte werden immer dann wichtig, wenn etwas neu geplant oder gebaut wird. Auch per Satellit wird gemessen und Daten internationaler Satellitendienste verarbeitet.

Anwohner sollten sich deshalb nicht wundern, wenn in den nächsten Monaten Arbeiter entlang der Grenze unterwegs sind. „Die Mitarbeiter der Messtrupps können sich ausweisen“, heißt es von GeoSN. Sie haben einen Dienstauftrag bei sich, der sowohl von der deutschen als auch der tschechischen Seite der deutsch-tschechischen Grenzkommission unterzeichnet ist. Zusätzlich sollten sie ihren Ausweis vorlegen können. Denn die Messtrupps arbeiten zusammen mit tschechischen Kollegen vom Landesvermessungsamt Prag und vom tschechischen Innenministerium.

Dabei kann es auch vorkommen, dass die Mitarbeiter auf private Grundstücke müssen. Auch wer fremde Autos in Wald und Flur im Grenzgebiet entdeckt, muss nicht misstrauisch werden – solange sie das offizielle sächsische Wappen an beiden Seiten tragen.

Mit einem Mercedes, mehreren Autos der Marken Nissan und Landrover sowie einem VW-Bus werden die deutschen Vermesser in der Region unterwegs sein, kündigt GeoSN an. Die Arbeiten an der Grenze sollen laut Angaben des Staatsbetriebes bis zum Ende des Jahres dauern. Immerhin teilen sich Sachsen und Tschechien über 450 Kilometer Grenze.