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Sachsen stehen hinter Maskenpflicht und Bußgeld

Eine repräsentative Exklusiv-Umfrage zeigt, dass sich eine Mehrheit von Maskenverweigerern gestört fühlt - und es gutheißt, wenn diese zahlen müssen.

© Hendrik Schmidt/dpa

Kaum eine Corona-Regel ist in der öffentlichen Wahrnehmung so umstritten wie die Pflicht, im Einzelhandel und im öffentlichen Nahverkehr einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Nach anfänglich gegenteiligen Aussagen hat sich in der Wissenschaft mittlerweile die Erkenntnis durchgesetzt, dass die Masken helfen, die Verbreitung von Viren einzudämmen. Doch weil sich zu wenige Menschen an die Tragepflicht halten, führen jetzt immer mehr Bundesländer Bußgelder gegen Maskenverweigerer ein. Sachsen plant ab 1. September ein Bußgeld von 60 Euro, wie Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) jüngst angekündigt hat.

Zwei repräsentative Exklusiv-Umfragen, die sächsische.de gemeinsam mit den Meinungsforschern von Civey gestartet hat, zeigen nun, dass beide Maßnahmen - Maskenpflicht und Masken-Bußgeld - unter den Sachsen weit weniger umstritten sind als von vielen wahrgenommen.

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Demnach sagen rund 72 Prozent der Sachsen, dass es sie stört, wenn Menschen an öffentlichen Orten mit wenig Abstand, wie zum Beispiel im Supermarkt, keinen Mund-Nasen-Schutz tragen. Nur rund 25 Prozent haben mit Maskenverweigerern hingegen kein Problem. Rund drei Prozent sind bei der Frage unentschieden.

Zugleich steht eine deutliche Mehrheit der Sachsen hinter der geplanten Einführung eines Masken-Bußgeldes. Auf die Frage "Sollte es häufiger mit Bußgeldern belegt werden, wenn Menschen die Maskenpflicht oder andere Corona-Regeln missachten" antworten rund 69 Prozent mit Ja. Sie sprechen sich also dafür aus, dass Maskenverweigerer für ihr Verhalten eine Strafe zahlen müssen. Rund 26 Prozent sind dagegen, rund fünf Prozent sind bei der Frage unentschieden.  

Eine dritte Umfrage zeigt außerdem, zu welchem Anlass die Sachsen einen Mund-Nase-Schutz tragen. Dabei wird deutlich, dass nur wenige Menschen die Maske öfter als vorgeschrieben tragen. Die meisten Sachsen tragen sie zum Einkaufen im Supermarkt (89,3 Prozent), zum Einkaufen in anderen Geschäften (76,8) und bei der Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs (53,7). Nur rund 22 Prozent der Sachsen tragen die Maske hingegen auch bei Nähe zu Personen aus der Risikogruppe und gar nur rund zwei Prozent der Sachsen tragen die Maske immer, wenn sie das Haus verlassen.  

Die Stichprobe für die erstgenannte Umfrage besteht aus 288. Sie entspricht der sächsischen Wahlbevölkerung. Die Stichprobengrößen für die zweite und die dritte Umfrage liegen bei 308 und 326 Personen.

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