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Sachsen sucht Objekte für Museumsbau

Das Naturkundemuseum wartet dringend auf eine Erweiterung. In die Sache kommt Bewegung.

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Von Sebastian Beutler

Wann immer Willi Xylander nach seinen größten beruflichen Hoffnungen gefragt wird, kommt die Rede auf den geplanten Neubau für das Senckenberg Museum für Naturkunde. Die Häuser des Museums platzen aus allen Nähten, eine Erweiterung ist für die Einrichtung dringend nötig. Seit das Museum vom Freistaat an die Senckenberg-Gesellschaft übergeben wurde, steht dieser Neubau für Görlitz in den Verträgen. Doch bislang waren alle Bemühungen gescheitert. Zuletzt der Versuch, das neue Museum im Görlitzer Kaufhaus einzurichten.

Doch nun kommt neue Bewegung in die Sache. Und das mit einer kleinen Anzeige vor vier Wochen in der SZ. Darin suchte die Bautzener Niederlassung des Sächsischen Staatsbetriebes Immobilien- und Baumanagement nach Gebäuden oder Bauflächen in Görlitz. Wie das SIB jetzt bestätigte, fand diese Marktabfrage für das Senckenberg Museum für Naturkunde statt. Bis Freitag vergangener Woche konnten sich Interessenten melden. Und nach Aussage des SIB haben sie das auch getan.

Diese Marktabfrage ist bereits die zweite für den Neubau. Vor Jahren fand eine ganz ähnliche Aktion statt. Damals kristallisierten sich das Kaufhaus, die frühere AOK an der Elisabethstraße und ein Neubau an der Bahnhofstraße/Jakobstraße als Favoriten heraus.

Der Neubau hat nach SZ-Informationen nun auch die besten Aussichten, verbunden mit der Sanierung der alten Bahnpost. Das würde sich auch mit den Konditionen der Anzeige treffen. Denn demnach müssen sich die nötigen 6 900 Quadratmeter Nutzfläche nicht nur in einem Gebäude befinden, sondern auch in „zwei innenstadtnahen Objekten“, wobei sie nicht weiter als 100 Meter entfernt sein sollten.

Finanziell ist der Neubau auch abgesichert. Die Mittel sind inzwischen in den Landeshaushalt für die nächste Legislaturperiode eingestellt. So könnte sich wohl doch noch die Hoffnung von Willi Xylander erfüllen, als Direktor des Museums die Eröffnung des dringend nötigen Baus feiern zu können. (mit ik)