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Sachsen will Wohnungen bei Grundsteuer entlasten

Sachsens Regierung hat die Umsetzung der Grundsteuerreform auf den Weg gebracht. Der Gesetzentwurf zielt auf eine Neuaufteilung der Steuerlast.

Gezahlt werden muss die neue Grundsteuer ab 2025, bis dahin gelten die alten Sätze.
Gezahlt werden muss die neue Grundsteuer ab 2025, bis dahin gelten die alten Sätze. © dpa

Dresden. Sachsen möchte mit einem eigenen Modell zur Erhebung der Grundsteuer eine höhere Belastung von Wohnimmobilien vermeiden. Das kündigte Finanzminister Hartmut Vorjohann (CDU) am Dienstag in Dresden an. Durch das vom Bund vorgelegte Konzept, von dem die Bundesländer aber abweichen können, würden sonst um bis zu 30 Prozent höhere Steuern für diesen Bereich drohen, sagte er.

Der sächsische Gesetzentwurf, den die Staatsregierung am Dienstag zu Anhörung freigab, zielt stattdessen auf eine Neuaufteilung dieser Steuerlast ab, welche von Immobilieneigentümern als auch von Mietern zu tragen ist, die für viele Wohnimmobilien keine oder geringe Verteuerungen zur Folge hätte. Gewerbegrundstücke würden dagegen tendenziell stärker belastet.

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Laut einer anhand von 3.600 Immobilien erstellten Fallstudie werden für Gewerbeimmobilien künftig zwischen 150 und 300 Euro im Jahr zusätzlich fällig, während die Steuerlast gerade für Mietwohngrundstücke in Großstädten um 140 Euro sinken könnte.

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Für Einfamilienhäuser und Eigentumswohnungen fallen abhängig von der Gemeindegröße entweder keine (Landgemeinden und Kleinstädte) oder maximale Erhöhungen von bis zu 100 Euro (größere Städte) an. Ob es zu diesen neuen Einstufungen kommt, hängt aber von jeder Kommune einzeln ab, da diese den örtlichen Steuersatz eigenständig heben oder senken kann. Gezahlt werden muss die neue Grundsteuer ab 2025, bis dahin gelten die alten Sätze. Das Bundesverfassungsgericht hatte bereits 2018 eine Neuordnung dieser Steuer angewiesen.

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