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Sachsen zieht Thüringer Pendler an

Dresden. Die Suche nach Arbeitsplätzen bringt Sachsen nicht nur in die alten Bundesländer – auch zwischen den neuen Ländern herrscht reger Berufsverkehr. Dabei fahren aus Thüringen deutlich mehr Pendler nach Sachsen als in die umgekehrte Richtung.

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Von Georg Moeritz

Dresden. Die Suche nach Arbeitsplätzen bringt Sachsen nicht nur in die alten Bundesländer – auch zwischen den neuen Ländern herrscht reger Berufsverkehr. Dabei fahren aus Thüringen deutlich mehr Pendler nach Sachsen als in die umgekehrte Richtung.

Die jüngste Beschäftigtenstatistik des Landesarbeitsamtes Sachsen in Chemnitz zeigt, dass bei der Zählung im Juni vorigen Jahres 4425 mehr Menschen mit Thüringer Wohnort in Sachsen Arbeit hatten als umgekehrt. Auch aus Sachsen-Anhalt zieht Sachsen mehr Pendler an als hinfahren. Brandenburg dagegen gibt den Sachsen mehr Arbeitsplätze als umgekehrt – ein Grund dafür dürfte die große BASF-Chemiefabrik in Schwarzheide nahe der Landesgrenze sein.

Das Land mit den meisten Einpendlern aus Sachsen ist Bayern. Allein in den Arbeitsamtsbezirk Hof pendeln 5 573 Sachsen – er grenzt ans sächsische Vogtland. In München sind 8 205 Sachsen als arbeitend gemeldet. Doch auch bayerische Spezialisten haben in Sachsen Arbeit gefunden, etwa bei Infineon. 3 383 Beschäftigte in Sachsen gelten als Einwohner Bayerns.