merken

Sachsens Arbeitgeberpräsident unterschreibt mit DGB für Toleranz

Sie sind oft uneinig – doch beim Umgang mit „fremden Kulturen“ zeigen Bodo Finger und Iris Kloppich eine Meinung.

Dresden. Sachsen soll für Menschen aus anderen Ländern Heimat werden. So steht es in einer gemeinsamen Erklärung, die vorige Woche von Sachsens Arbeitgeberpräsident Bodo Finger und von Iris Kloppich als Sachsen-Chefin des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) unterschrieben wurde. Der Fabrikant und die Arbeitnehmervertreterin schreiben: „Wir fördern das Kennenlernen fremder Kulturen und den Austausch mit anderen Ländern.“

In der Erklärung treten Kloppich und Finger für ein „weltoffenes Sachsen“ ein. Sie erwähnen zwar nicht den Islam, schreiben aber, Toleranz gegenüber „Ausländern, Andersgläubigen und Minderheiten“ seien ein Baustein unserer demokratischen Gesellschaftsordnung.

Rauf auf den Sattel

Fit unterwegs und immer auf der Suche nach etwas Sehenswertem? Auf unserer Themenwelt Fahrrad gibt es ganz viel zu entdecken!

Arbeitgeberpräsident Finger hatte bereits bei seinem Neujahrsempfang gefordert, Migranten möglichst schnell in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Kloppich sagte beim DGB-Neujahrsempfang, Pegida sei schon vom Namen her eine rechtsextremistische und ausländerfeindliche Bewegung. Diejenigen, die jetzt erst mal mitliefen, würden ausgenutzt.

Sachsens neuer Wirtschafts- und Arbeitsminister Martin Dulig (SPD) wurde beim DGB-Neujahrsempfang am Donnerstag in Dresden mit freundlichem Applaus empfangen. Er sagte dort über sich: „Aus einem DGB-Bildungsreferenten kann noch etwas werden.“ Dulig sagte, er brauche keine Pegida, damit sich etwas verändere. „Wir streiten für eine Gesellschaft, in der niemand Angst haben muss.“ (SZ/mz)

Sachsen wählt: Am 1. September ist Landtagswahl in Sachsen. Sie wissen noch nicht, wen Sie wählen? Der Wahl-O-Mat für Sachsen hilft Ihnen bei der Entscheidung! Alle Berichte, Hintergründe und aktuellen News zur Landtagswahl finden Sie gebündelt auf unserer Themenseite zur Landtagswahl in Sachsen.