merken
PLUS Sachsen

Sachsens neues Kamasutra

Nur für Liebhaber: Kein-Sex mit Maske und Sicherheitsabstand. Eine "Sächsisch Betrachtet"-Kolumne von Gunnar Saft.

Bordellbesuche sollen wieder erlaubt werden - eingeschränkt. Eine Kolumne aus der Reihe "Sächsisch Betrachtet".
Bordellbesuche sollen wieder erlaubt werden - eingeschränkt. Eine Kolumne aus der Reihe "Sächsisch Betrachtet". © Daniel Reinhardt/dpa

HABEN Politiker eigentlich Ahnung von Sex? So plant unsere Landesregierung eine neue Corona-Verordnung, die Bordellbesuche wieder erlaubt. Schön für die Freier, aber noch viel schöner für das Liebespersonal. Denn das bekommt bald kaum etwas zu tun, da zwar nicht näher definierte körpernahe Dienstleistungen erlaubt sind, professioneller Geschlechtsverkehr aber verboten bleibt. Wie eine Autowäsche ohne Wasser, Schaum und Bürste halt.

WAS also tun im Haus mit dem roten Schummerlicht? Gut möglich, dass auf der Rechnung für den Steuerberater nun öfter Folgendes steht: halbe Stunde gucken, halbe Stunde darüber reden und das alles natürlich mit – also mit Maske. Sollte dabei der Sicherheitsabstand von 1,50 Meter unterschritten worden sein, wird das natürlich vor Ort schwarz abkassiert. Nicht nur das Finanz-, sondern auch das Gesundheitsamt muss schließlich nicht alles wissen.

sz-Reisen
Mit SZ-Reisen die Welt entdecken
Mit SZ-Reisen die Welt entdecken

Bei SZ-Reisen findet jeder seine Traumreise. Egal ob Kreuzfahrt, Busreise, Flugreise oder Aktivurlaub - hier bekommen Sie für jedes Reiseangebot kompetente Beratung, besten Service und können direkt buchen.

Weiterführende Artikel

Immun gegen Logik? Aber gern!

Immun gegen Logik? Aber gern!

Schon kleine Denkfehler können Mandate und Giga-Feiern retten, meint SZ-Redakteur Gunnar Saft in seiner Kolumne "Sächsisch betrachtet".

WOBEI wir beim nächsten Problem wären: der Kontrolle. Maskenmuffeln im Supermarkt und im Bus will die Regierung künftig 60 Euro pro Sündenfall abknöpfen. Wer aber kontrolliert im Bordell, ob alles bedeckt bleibt, was dort von Amts wegen bedeckt bleiben soll. Um Personal zu sparen, plädiere ich für die totale Videoüberwachung durch die örtlichen Polizeireviere. Eindeutige Verstöße gegen die Maskenpflicht werden dokumentiert und die Filme den jeweiligen Ehefrauen übergeben. Höchststrafe in Coronazeiten muss sein.

Mehr zum Thema Sachsen