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Sachsens Linke äußert sich zu Kipping-Rückzug

Die Dresdnerin will nicht mehr für den Bundesvorsitz kandidieren. Wer auf sie folgen soll, ist unklar. Erste Namen kursieren.

Katja Kipping hat am Wochenende angekündigt, sich nicht mehr um den Bundesvorsitz der Linken zu bewerben.
Katja Kipping hat am Wochenende angekündigt, sich nicht mehr um den Bundesvorsitz der Linken zu bewerben. © dpa/Jens Büttner

Sachsens Linkenchef Stefan Hartmann sieht die Bundespartei gut aufgestellt. Mit Blick auf den angekündigten Rückzug der Bundesvorsitzenden Katja Kipping und Bernd Riexinger sagte er sächsische.de: "Ich bin da sehr entspannt". Er sehe drei bis vier Kandidaten, denen er die Nachfolge durchaus zutraue. Dazu zählte Hartmann die Thüringer Fraktionschefin Susanne Hennig-Wellsow, den parlamentarischen Geschäftsführer der Bundestagsfraktion, Jan Korte, sowie Bundesgeschäftsführer Matthias Höhn. Womöglich sei auch Bundestagsfraktionschef Dietmar Bartsch ein Anwärter.

Hartmann ist Delegierter des Bundesparteitages, der Ende Oktober in Erfurt den Linkenvorstand wählt. Intern gilt es als vollkommen offen, wer die Doppelspitze künftig bildet. Ambitionen werden unter anderem der hessischen Fraktionschefin Janine Wissler nachgesagt, die womöglich gemeinsam mit Hennig-Wellsow kandidiert.

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Auf die Frage, ob zumindest ein Ostdeutscher an der Parteispitze agieren sollte, antwortete der Leipziger Hartmann: "Darauf kann ich als Ostdeutscher kaum Nein sagen." Allerdings sei das nicht entscheidend.  Hartmann verwies etwa auf die Arbeit der Bremer Linken, die als erster Landesverband an einer Regierung im Westen beteiligt sind.

Kipping und Riexinger hatten am Wochenende angekündigt, sich nach acht Jahren nicht mehr zur Wahl zu stellen. Sie begründeten das unter anderem mit den Parteistatuten. Die sehen ein Befristung auf acht Jahre vor, Ausnahmen sind aber möglich.

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