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Sachsens wertvollste Stämme

Fast 352 000 Euro liegen derzeit in der Dresdner Heide. Die Bäume werden sogar für den Ausbau von Jachten genutzt.

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© Jörn Haufe

Das Kehren ist Forstinspektoranwärter Denny Werner gestern nicht erspart geblieben. „Die Bäume müssen bei der Versteigerung frei sein. Doch zum Glück schneit es erst seit dieser Woche“, sagt Hubert Braun, Geschäftsführer des Sachsenforsts.

Bereits kurz vor Weihnachten haben erste Interessenten das Holz besichtigt. Und die kann dauern. Dann kratzen Holzkäufer geduldig an Rinden, legen sich unter Stämme, um den Wert der Bäume abzuschätzen. Diese liegen derzeit noch in der Heide, unweit der Radeberger Landstraße, auf einer Länge von etwa einem Kilometer aneinandergereiht. Bis zu 200 Jahre sind die Bäume alt geworden. Knapp 352 000 Euro sind bei der gestrigen Submission zusammengekommen. Das sind fast 22 000 Euro mehr als 2013. Der Trend, dass der Holzpreis seit Jahren steigt, hält damit weiter an. Insgesamt wurden 812 Stämme versteigert, die von Waldbesitzern, Kirchengemeinden und kommunalen Forstbetrieben aus Sachsen sowie Tschechien bereitgestellt wurden.

Der wertvollste Stamm, ein Bergahorn, kommt aus dem Forstbezirk Leipzig. Ein Furnierkäufer aus Süddeutschland erhielt den Zuschlag für 4 369 Euro. Das Holz soll unter anderem für den Innenausbau von Jachten genutzt werden. Aus Deutschland, Österreich und Polen kommen die weiteren Holzkäufer. „Die Stämme werden auch in der Spielzeugindustrie, im Orgelbau oder für Glockenstühle in Kirchen verwendet“, sagt Hubert Braun. (uki)