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Sachsenspiegel live aus dem Marieneck

Gestern sendete der MDR aus Pirna. Drei Stunden vorher starteten die Vorbereitungen.

Von Maria Trixa

Ulf Kneschke hat vorgesorgt. Der Markt rund um das Tom-Pauls-Theater in Pirna ist gestern Nacht von allen Seiten erhellt. Die Hausbesitzer ließen die Geschäfte leuchten: Vom Café Cappuccino über den Friseur bis hin zur Witwe Bolte brannten die Lampen. Auch im Refugium strahlten zusätzlich die Fensterscheiben der höheren Etagen in die kalte Nacht. Gezielt strahlten weitere Leuchten die gestrigen Drehorte an. All dies war nötig, um das Restaurant Marieneck, das Tom-Pauls-Theater und das Kosmetikstübchen von Andrea Altmann ins richtige Licht zu rücken. Das Fernsehen des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR) drehte dort am Reformationstag für seine Sondersendung „Heimat nach der Flut“.

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Dabei schien auf den ersten Blick nichts Besonderes zu passieren. Die vorbeiziehenden, zumeist jugendlichen Halloween-Feiernden, nahmen den Kamerawagen des Sachsenspiegels meist erst kurz vorher wahr. Der parkte versteckt zwischen Brunnen und Marieneck. Gute drei Stunden vor Sendebeginn begann das achtköpfige Produktionsteam seine Vorbereitungen. Redakteur Ulf Kneschke hat den Drehort im Vorfeld schon einmal inspiziert. Gestern vor Drehbeginn mussten auch die Interviewten zur Durchlaufprobe ran, mit Licht und ohne Licht, dann kurz in die Maske.

Die Repräsentanten des Marienecks harrten dafür gemeinsam mit dem Fernsehteam von 17 Uhr an in der kalten Oktobernacht aus. Seit Juni ist der Getränkewagen vor dem Restaurant ihr Arbeitsplatz geworden. So gibt es immerhin Glühwein für die Wartenden. „Das ist keine Erfüllung“, beschreibt Küchenchef Stephan Kirchner die Situation. Später redet er mit Moderatorin Anja Koebel über seine Lieblingsgerichte, die er erst wieder im Mai kochen kann. „Dann öffnen wir“, ergänzt Restaurantleiterin Jenny Lohse. Abseits vom Drehort parken zwei Autos der Firma Securitas. Die Fahrer stehen unschlüssig vor dem offenen Getränkewagen. „Fernsehen hin oder her, die können hier nicht im Parkverbot stehen“, brummelt der eine und verweist auf das Auto der Moderatorin. Das musste Zeit haben bis zur nächsten Drehpause.