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Döbeln

Sächsisch-bayerische Stimmkraft

Der Stadtsingechor gibt ein Konzert mit „Color of Gospel“. Vorher kannten sich die Sänger noch gar nicht.

Die letzte Probe vor dem Konzert: Die beiden Chöre habe sich am Freitag in der Technitzer Kirche aufgestellt. Sie tragen jeweils ihr eigenes und ein gemeinsames Repertoire vor. Im Vordergrund die Chorleiter Lisa Häntzschel und Martin Westermeier.
Die letzte Probe vor dem Konzert: Die beiden Chöre habe sich am Freitag in der Technitzer Kirche aufgestellt. Sie tragen jeweils ihr eigenes und ein gemeinsames Repertoire vor. Im Vordergrund die Chorleiter Lisa Häntzschel und Martin Westermeier. © Lars Halbauer

Döbeln. Der Ruhm macht die Stimmbänder geschmeidig. „Gloria heijajaja“ singen die Frauen und Männer von „Color of Gospel“, begleitet vom Chorleiter Martin Westermeier am Klavier. Einsingen für die letzte Probe in der Technitzer Kirche. Auf den Kirchenbänken im Hintergrund warten die Mitglieder des Stadtsingechors, bis sie dran sind. Es ist das erste gemeinsame Konzert der beiden Chöre, die sich erst am Vortag kennengelernt haben. Wenn alles gut geht, wird es nicht das letzte sein.

Am Donnerstag ist „Color of Gospel“ im Natur- und Freizeitzentrum Töpelwinkel angekommen. Als der Chor beschlossen hatte, seine Ausfahrt dieses Mal nach Sachsen zu unternehmen, ließ Westermeier die Beziehungen spielen. „Meine Mutter kommt aus Dresden. Ich habe Verwandte in Hartha und Masten. Eine Großcousine ist im Technitzer Kirchenvorstand“, erzählt der Chorleiter. Über sie ist der Kontakt zum Stadtsingechor zustande gekommen, der wiederum von Lisa Häntzschel, der Frau des Döbelner Kantors, geleitet wird. „Wir haben sehr häufig gemailt und alles organisiert. Am Donnerstag haben wir uns zum ersten Mal getroffen, was sehr schön war“, sagt Westermeier. Die erste Probe war im Töpelwinkel angesetzt. Am Freitag vor dem Konzert treffen sich die beiden Chöre zu einer zweiten Probe in der Technitzer Kirche. Jeder gestaltet einen Teil des Konzerts allein, ein dritter wird gemeinsam bestritten. Das Repertoire war abgesprochen, jeder Chor hatte schon für sich geprobt. Dann stehen beide Chöre gemeinsam auf der Bühne – 30 Leute aus München, 40 aus Döbeln. „Das war schon ein irrer Sound“, sagt Westermeier.

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Die Münchner haben auch einen Bassgitarristen dabei. Außerdem werden sie von Schlaginstrumenten begleitet. „Unser Name ‚Color of Gospel‘ ist für uns Programm“, sagt Westermeier. Der Chor liebe die bunte Vielfalt. Sowohl stilistisch, als auch beim Repertoire, das Lieder aus allen Teilen der Welt enthält. Im Chor singen Frauen und Männer im Alter von 30 bis über 70 Jahren mit, sagte Westermeier. Der Chor bestehe seit zwölf Jahren.

Möglicherweise entsteht aus diesem gemeinsamen Konzert eine Partnerschaft. Die Döbelner haben schon Beziehungen zu einigen Chören. Der mit dem Sängerclub Heidenheim soll aufgefrischt werden, sagte Chorleiterin Lisa Häntzschel. „In zwei Jahren ist ein gemeinsames Projekt geplant. Dann ist das Jubiläum der Städtepartnerschaft zwischen Heidenheim und Döbeln.“

Einen Teil der Einnahmen des Technitzer Konzerts wollen die Chöre der Hilfsorganisation Brot für die Welt spenden, sagt die Chorleiterin. Die Kollekte geht an die Kirchgemeinde für die Sanierung der Technitzer Kirche. Die Münchener werden ihre Chorreise am Sonntag mit einem weiteren Auftritt abschließen. Dann singt „Color of Gospel“ um 10.30 Uhr beim Jugendgottesdienst in der Nicolaikirche.

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