merken
PLUS

Großenhain

Sächsische Wegedecke auf defekte Gehwege

Der technische Ausschuss des Stadtrates hat das beschlossen. Fürs Mäusestübchen gibt es eine zusätzliche Finanzspritze.

Gefährlich ragen Kanaldeckel auf den Wegen entlang der Riesaer Straße heraus. Vor einem grundhaften Ausbau sollen deshalb die Wege zuerst rasch instandgesetzt werden.
Gefährlich ragen Kanaldeckel auf den Wegen entlang der Riesaer Straße heraus. Vor einem grundhaften Ausbau sollen deshalb die Wege zuerst rasch instandgesetzt werden. © Stadtverwaltung

Großraschütz/Strauch.  Die Anwohner Block und Richter von der Riesaer Straße haben sich extra ins Rathaus aufgemacht. „Hier muss dringend gehandelt werden“, fordern sie die Stadträte auf. Die Gehwege entlang der Riesaer Straße in Großraschütz zwischen dem Bäckerwiesenweg bis zur Kleinraschützer Straße sind eine Katastrophe. Weil hier Gefälle herrscht, wird loses Material bei Regen schnell weggespült.

Das Ergebnis: Die Kanaldeckel stehen gefährlich über dem normalen Gehweg und sind eine Unfallgefahr. Die Zufahrten sind ausgefahren, da durch ständiges Anfahren Wegematerial gelockert wird. Dies verschärft noch die Situation, insbesondere bilden sich Pfützen. Die Großraschützer drängen daher schon lange auf Änderung.

Sächsische.de zum Hören!
Sächsische.de zum Hören!

Zu Hause, unterwegs, in der Pause – Sächsische.de kann man nicht nur lesen, sondern auch immer und überall hören. Hier befinden sich unsere Podcasts.

Mit Zustimmung der Stadträte wurde nun eine rasche Sanierung für rund 30 000 Euro beschlossen. Fördermittel gibt es für die Instandsetzung nicht. Die beidseitigen Wege sind rund 330 bzw. 320 Meter lang und zwischen zwei und fast vier Meter breit. Eine sächsische Wegdecke soll ab 23. September bis 18. Oktober aufgebracht werden. Das ist eine Deckschicht ohne Bindemittel. Dazu werden laut der Stadtverwaltung jetzt Angebote von Firmen eingeholt.

Grundhafter Ausbau ab 2022

Für die nicht asphaltierten Gehwege kann das aber nur eine vorläufige Lösung sein. Ein grundhafter Ausbau ist schon in der Prioritätenliste der Stadt ausgewiesen, allerdings erst auf Posten 46. Dies lasse nach dem heutigen Stand erst eine Umsetzung zwischen 2022 und 2024 erwarten, so die Stadtverwaltung.

Eine schnellere Einordnung wird als nicht realistisch eingeschätzt. Zumal verschiedene Medienträger sich daran beteiligen werden, wie auch in der Diskussion zur Sprache kam. Die Stadt selbst wird dann den Regenwasserkanal erneuern. Auch die Straßenbeleuchtung wird modernisiert. Glasfaserkabel soll auch in den Boden, in Großraschütz gibt es derzeit eine Internetversorgung über Vectoring. Der grundhafte Ausbau könnte abschnittsweise umgesetzt werden in Gemeinschaft mit dem Landesamt (Lasuv).

Freuen können sich auch die Straucher für ihre Kita „Zum Mäusestübchen“. Die angekündigte Sanierung der Flure, die Erneuerung im Sanitärtrakt und der Grundstückseinfriedung soll nun ebenfalls ab 23. September bis 27. November erfolgen. Der technische Ausschuss hat die Aufträge jetzt vergeben und eine zusätzliche Auszahlung von 16000 Euro oben drauf gepackt.

Sanitärcontainer wird aufgestellt

Den Abbruch und Ausbau erledigt der Großenhainer Ausbau, die Elektroinstallation wurde an den Elektro-Service Kießling vergeben. Den Zuschlag für den Zaunbau erhielt die Schlosserei Stücker, weil hier auch die Sanierung des Sockels mit angeboten wurde. Außerdem soll ein Sanitärcontainer der Firma Algeco aus Wiedemar aufgestellt werden.

Ursprünglich waren für diese Modernisierung 91 000 Euro eingeplant. Die letztlichen Kosten liegen allerdings höher, weshalb die überplanmäßige Auszahlung nötig wurde. Die Deckung erfolgt aus dem Fonds der Breitbanderschließung. Zusätzliche Fördermittel gibt es aber nicht.

Mehr zum Thema Großenhain