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Sächsischer Nachwuchs reitet in Neschwitz

Mit 100 bis 150Teilnehmern rechnen die Mitglieder des Reit- und Fahrvereins Neschwitz, wenn im September die sächsischen Meisterschaften der Junioren und jungen Reiter auf dem Vereinsplatz in Holschdubrau stattfinden.

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Mit 100 bis 150Teilnehmern rechnen die Mitglieder des Reit- und Fahrvereins Neschwitz, wenn im September die sächsischen Meisterschaften der Junioren und jungen Reiter auf dem Vereinsplatz in Holschdubrau stattfinden.

Herr Lehder, nach 1999 und 2008 ist der Verein zum dritten Mal Ausrichter der Nachwuchsmeisterschaften in Sachsen. Ist das denn eine lukrative Sache?

Wenn Sie lukrativ im Sinne von finanziellen Vorteilen für den Verein meinen, wohl kaum. Lukrativ ist diese sächsische Meisterschaft aber für die Region. Voraussichtlich kommen zwischen 100 und 150Teilnehmer. Jedes Pferd, so wird gerechnet, bringt mindestens drei Leute mit. Den Reiter, den Trainer und einen oder sogar mehrere Betreuer wie zum Beispiel Eltern. Die übernachten unter anderem im Heidehof Königswartha oder dem Puschwitzer Hof in Puschwitz. Außerdem unternehmen die Gäste Ausflüge in die Region. Viele kamen nach 2008 wieder hierher und brachten neue Besucher mit.

Und warum rechnet sich die Ausrichtung nicht?

Ich gebe zu, dass ich mit mehr Förderung gerechnet habe, als wir uns im Verein entschlossen haben, uns zu bewerben. Denn es hängen doch einige Kosten an der Absicherung der Meisterschaften. Immerhin müssen die Teilnehmer nichts zusätzlich bezahlen, es gibt keine Startgebühr. Letztlich wollen wir in Absprache mit dem Landesverband Pferdesport auch Kindern und Jugendlichen die Teilnahme ermöglichen, bei denen die Eltern nicht so viel verdienen. Hier sammeln sie sportliche Erfahrungen. Nun suchen wir Sponsoren.

Auf welche Förderung hatten Sie denn gehofft?

Vom Sportbund Bautzen waren noch im November 2009 bis 50Prozent der Kosten als Förderung in Aussicht gestellt worden. Was jetzt kommt, ist ein Minimum davon. Von der Gemeinde Neschwitz erhält der Verein dieses Jahr gar keinen Zuschuss, auch mit der personelle Hilfe sieht es schlecht aus. Wir konnten zwar Landrat Michael Harig überzeugen, die Schirmherrschaft zu übernehmen, allerdings ist auch das ideell. Ein Gespräch zu den Problemen gab es noch nicht.

Und dennoch gestaltet der Verein jetzt diese Meisterschaften.

Ja, weil wir eben der Überzeugung sind, dass es wichtig ist, für den Nachwuchs etwas Besonderes mit diesen Meisterschaften zu gestalten. Aus eigener Erfahrung wissen wir, welche Bedeutung solch ein Highlight hat, bei dem die Mädchen und Jungen merken, dass sie und ihre Bemühungen im Training anerkannt werden.

Geht es denn an diesem Wochenende nur um Wettkampf?

Das ist ja das Besondere, dass wir die Tage ganz locker gestalten. Es bleibt genug Zeit für Ausflüge und auch für gemeinsame Teamwettbewerbe außerhalb des Pferdesports.

Die Teilnehmer bleiben also nur unter sich?

Das wollen wir nicht hoffen, denn für die Zuschauer gibt es auch wieder ein ansprechendes Rahmenprogramm von Spaß für die Kinder bis zum Kutschen-Hindernisfahren.

Gespräch: Kerstin Fiedler

Meisterschaften vom 17. bis 19.September

www.reitverein-neschwitz.de