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Säure spritzt Arbeiterin in die Augen

Im Wacker-Chemiewerk trat gestern verdünnte Salzsäure aus einem Pumpengehäuse aus. Die Frau wurde in die Klinik geflogen.

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Nünchritz. Im Werk Nünchritz der Wacker Chemie AG kam es gestern Vormittag gegen 10.40 Uhr bei der Inbetriebnahme einer Pumpe zu einem Unfall. Aufgrund einer undichten Stelle trat aus einem Pum-pengehäuse ein feiner Strahl verdünnte Salzsäure aus. Der Strahl traf eine Mitarbeiterin im Gesicht und verletzte sie an den Augen. Sie spülte Gesicht und Augen sofort unter einer Notdusche aus. Ein Hubschrauber brachte sie anschließend sofort in eine Augenklinik.

Behandlung dauert an

Die medizinische Behandlung dauert gegenwärtig noch an, erklärte gestern Werkssprecherin Asta Tehnzen-Heinrich. Nach ersten Informationen, hieß es gestern aber, sei eine Trübung der Sehkraft vorhanden. „Wir hoffen, dass die Mitarbeiterin zu hundert Prozent wieder gesund wird“, sagte Tehnzen-Heinrich.

Welche Ursachen zu diesem Unfall geführt haben, werde derzeit analysiert. Die Pumpe jedenfalls sei ordnungsgemäß überprüft und zugelassen worden. „Die undichte Stelle des Gehäuses war mit bloßem Auge nicht zu erkennen und trat erst nach der langsamen Steigerung des Druckes ein“, erklärte Tehnzen-Heinrich.

Salzsäure ist eine farblose, stark riechende, wässrige Flüssigkeit, die zu den Mineralsäuren gehört. Die Säure wirkt ätzend. (SZ/ost)