merken
PLUS

Saison auf dem Czorneboh startet vor Pfingsten

Die Baude ist seit acht Monaten geschlossen. Doch jetzt gibt es auf dem Berg wieder einen Imbiss. Die Betreiber haben große Pläne.

Von Katja Schäfer

Die hellgrünen Blätter der großen Buchen rauschen leise im Frühlingswind. Vogelgezwitscher ist zu hören. Ansonsten herrscht tiefe Stille auf dem Czorneboh. Aber nicht mehr lange. Ab morgen werden Gläser klirren, Besteck klappern und Ausflügler miteinander plaudern. Dafür sorgen Angelika Borrmann und Elmar Ladusch. Die beiden Wuischker betreiben künftig den Kiosk auf dem Gipfel.

Elbgalerie Riesa
Gesicherte Nahversorgung in der Elbgalerie
Gesicherte Nahversorgung in der Elbgalerie

Die Apotheke, Drogerie und der Lebensmittelhandel haben in der Elbgalerie weiterhin für Sie geöffnet und freuen sich auf Ihren Besuch.

Seit die langjährigen Betreiber Ende September letzten Jahres aufgegeben haben, ist die Gaststätte zu, und auch der Aussichtsturm kann nicht bestiegen werden. Das ändert sich. Ab morgen hat der Kiosk täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet; ebenso der Aussichtsturm. „Nach drei Tagen Freischwimmen sind wir dann startklar für Pfingsten“, sagt Elmar Ladusch. Er und seine Partnerin rechnen damit, dass an dem verlängerten Wochenende viele Besucher auf den Czorneboh kommen. „Das Interesse der Leute ist groß.“ Das haben die beiden Kiosk-Pächter erfahren, als sie in den zurückliegenden drei Wochen das Holzhaus und dessen Umgebung in Ordnung gebracht haben.

Die neuen Betreiber haben dem Kiosk einen frischen Anstrich verpasst und alles erneuert. Dabei kam es ihnen zugute, dass Elmar Ladusch Bau-Profi ist. 13 Jahre hat der 56-Jährige in den alten Bundesländern gearbeitet, betrieb dort lange Zeit eine kleine Baufirma. Jetzt will der gebürtige Bautzener in der Heimat eine neue Existenz für sich und seine Familie aufbauen, mit der er im Forsthaus in Wuischke lebt. Seine Frau ist Gastronomin. Die 58-Jährige hat schon mal eine eigene Gaststätte betrieben.

Am Kiosk auf dem Czorneboh wollen die beiden nicht nur das übliche Imbiss-Sortiment anbieten. Neben Getränken, Bratwurst und Pommes soll es auch Kartoffelsalat und Suppen geben. Und Kaffee und Kuchen. Verzehren können die Besucher all das auf der Terrasse vor dem Kiosk, die die beiden Wuischker ebenfalls wieder hergerichtet haben. 40 Sitzplätze gibt es dort. Die neuen Tische und Stühle aus Holz wurden vor wenigen Tagen geliefert. „Die alten Möbel haben wir aber auch noch im Schuppen, sodass wir bei großem Besucherandrang ganz schnell weitere Sitzplätze schaffen können“, sagt Angelika Borrmann, die zahlreiche Kübel und Blumenkästen am Kiosk und rund um die Terrasse unterhalb des Aussichtsturmes bunt bepflanzt hat. Apropos Turm: Er kann ab Mittwoch auch wieder bestiegen werden. „Wir verlangen dafür keinen festen Eintritt, sondern stellen eine Kasse auf, in die die Besucher Spenden stecken können“, kündigt Angelika Borrmann an.

Als im Sommer letzten Jahres bekannt wurde, dass die bisherigen Czorneboh-Wirte Ende September aufhören, haben sich die beiden Wuischker sofort bei der Stadt Bautzen, der die Baude gehört, als Nachfolger beworben und ein Konzept eingereicht. Gern hätten sie nahtlos weitergemacht. Aber das hat nicht geklappt. Nun dürfen sie zumindest den Kiosk betreiben. „Es ist nach wie vor unser Wunsch, den ganzen Berggasthof zu übernehmen“, betont Elmar Ladusch. Doch die Entscheidung der Stadt dazu steht noch aus.

Jetzt hoffen die beiden Mittfünfziger erst mal, dass viele Wanderer und Radfahrer an ihrem Imbiss Rast machen. Auch Gruppen sind jederzeit willkommen. Auch außerhalb der regulären Öffnungszeiten. „Wenn die Leute vorher anrufen, machen wir alles möglich“, sagen Angelika Borrmann und Elmar Ladusch.

Der Kiosk auf dem Czorneboh hat ab morgen täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet, 0172 7973899. Die Zufahrt zum Gipfel zweigt von der Ortsverbindungsstraße zwischen Cunewalde und Halbau ab. Für Kraftfahrzeuge ist sie nur bis zum Parkplatz etwas unterhalb der Baude freigegeben.