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Saisonstart für Frischluft-Fans

Die Parkeisenbahn fährt, Segler suchen den Wind und Türme locken hoch hinaus: Ab Ostern ist viel zu erleben.

Von Jenny Thümmler

Vielleicht schmollt der Osterhase in diesem Jahr. Normalerweise ist nämlich er es, der als Türöffner in die Görlitzer Freizeitattraktionen hoppelt. Doch durch den frühen Frühling stehen diesmal einige Tore schon seit Wochen weit auf. Das Osterwochenende wird trotzdem bunt, und die Zeit danach bringt weitere Aktivitäten.

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Bei Ausflügen mit Kindern stehen Erlebnis und Abenteuer im Vordergrund. Das sollte bei der Tourenplanung und beim Packen des Rucksacks bedacht werden.

Segler: Aufs Wasser des Berzdorfer

Sees kehrt das Leben zurück

Große Freude gab es am Mittwoch bei den Seglern des Berzdorfer Sees: Die wasserrechtliche Genehmigung ist da, es geht pünktlich zum geplanten Saisonstart aufs Wasser. Manfred Dahms von den Lausitzer Wassersportfreunden sagt, dass über Ostern gewiss einige hartgesottene Segler auf dem See zu sehen sind. Der Winter war lang genug. Viele Boote sind bereits von ihrem Winterliegeplatz zum Segelstützpunkt neben der Blauen Lagune zurückgekehrt. „Das Ansegeln ab der Blauen Lagune mit allen drei Segelvereinen findet am 26. April statt“, sagt Manfred Dahms. Dann soll wohl auch der Betrieb des Tauchritzer Hafens starten. Von der verkleinerten Wasserfläche durch den Schutz des Gänsesägers lassen sich die Wassersportler den Spaß nicht trüben. Sie wollen laut Manfred Dahms bei dem geplanten Monitoring sogar mithelfen und Beobachtungen melden.

Parkeisenbahn: Osterhase und Adler drehen gemeinsam eine Runde

Der „Adler“ ist gewienert und bereit, den Parkeisenbahnzug die kommenden Monate durch den Park zu ziehen. Am heutigen Sonnabend, 14.30 Uhr, ist die offizielle Eröffnung. Ab Ostersonntag startet der normale Fahrbetrieb, also am Wochenende von 10 bis 17 Uhr – Ostermontag eingeschlossen. Sonntag ab 14 Uhr soll auch der Osterhase hin und wieder zu sehen sein, verrät Vereinschef Daniel Schölzel. An den warmen Geldregen, den eine Mitteilung des Wirtschaftsministeriums zur Sicherung sächsischer Schmalspur- und Parkeisenbahnen ankündigt, glaubt er derweil noch nicht. „Da geht es wohl um Bahnen mit täglichem Fahrbetrieb und Verkehr zwischen Städten. Ich irre mich gern, aber ich glaube nicht, dass davon etwas bei uns ankommt.“ Laut Ministerium wird die genaue Förderrichtlinie derzeit erarbeitet.

Turmparade: Viermal geht es mit

den Görlitzer Türmen hoch hinaus

Lieber einmal hoch hinaus? Oder gleich viermal? Der Förderverein Kulturstadt Görlitz-Zgorzelec lädt neben den alljährlichen Turmtouren zur Turmparade ein. Dabei werden Nikolaiturm, Reichenbacher Turm, Rathausturm und auch Dicker Turm bestiegen und ein Stempelkärtchen vorgelegt. Die Idee stammt vom Zirkel Görlitzer Heimatforscher. Wie Uwe Hahn vom Förderverein sagt, gibt es bereits reges Interesse an diesen Kärtchen. Während der Nikolaiturm nur an Wochenenden geöffnet ist, bieten die drei anderen Türme jede Woche viele Stunden zum Hinaufklettern an. Bis Oktober ist Zeit, alle vier Türme zu besuchen. Danach sollten die Teilnehmer ihre Kärtchen beim Förderverein einschicken, um am Gewinnspiel teilnehmen zu können. Es winken Hotelübernachtungen, Bustagesausflüge und Sachpreise, wie der Verein mitteilt. Mit dem Nikolaiturm beginnen kann man am 26. April. Da startet dort die Saison von 14 bis 18 Uhr, und zugleich wird unter dem Turmdach dann auch die neue Sonderausstellung „Görlitz aus der Vogelschau“ eröffnet. Mehr darüber ist auf der Heimatgeschichtsseite der Sächsischen Zeitung am nächsten Sonnabend zu lesen.

Tierpark: Jeder Besucher darf

einmal richtig Mist machen

Im Görlitzer Naturschutz-Tierpark war das Mistkarrenrennen lange der Saisonauftakt. Diesmal gab es schon an den vergangenen Wochenenden Höhepunkte. Das Mistkarrenrennen findet am Ostermontag, 10 bis 12 Uhr, dennoch statt, auch wenn es kein Wettbewerb ist. Wegen der anderen Aktionen war nicht genug Zeit für die Organisation. Und das Modell, Prominente oder bestimmte Berufsgruppen gegeneinander antreten zu lassen, ist auch erschöpft. Darum dürfen jetzt alle. „Jeder, der will, kann Mist auf die Karre laden und versuchen wie es ist, damit zu fahren“, sagt Zoopädagogin Katrin Matthieu. „Man darf also mal richtig Mist machen.“ Da eine bestimmte Strecke und eine Stoppuhr bereitstehen, kann zum Beispiel Vater gegen Sohn oder Schwester gegen Bruder antreten. Wer es geruhsam mag, schaut sich die Ausstellung „Vogelvielfalt“ in der Storchenvilla an. Dafür haben 58 Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren aus der Malgruppe des Dom Kultury Vögel gemalt. „Wunderschöne Bilder!“, schwärmt die Zoopädagogin. „Toll, was die Kinder zeigen. Eine schöne bunte Ausstellung.“ Ab 15.30 Uhr gibt’s auf dem Bauernhof Musik von der Band „Tam Tam Combony“. Und Zeit für Ostern soll auch sein: Gegen 10 und 15.30 Uhr kommt der Osterhase zu den Kindern. Wer emsig sucht, könnte kleine Überraschungen finden …