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Hier entsteht Ebersbachs Millionen-Brücke

Die Riesen-Teile für das Bauwerk über die Bahn wurden montiert. Gleichzeitig wird es teurer. Kommt dafür keine Förderung, muss eine andere Straße warten.

Nachtschicht: In der Nacht zum Dienstag haben Arbeiter die Brückenteile am Salzweg montiert.
Nachtschicht: In der Nacht zum Dienstag haben Arbeiter die Brückenteile am Salzweg montiert. © Matthias Weber/photoweber.de

Ein nicht alltägliches Spektakel konnten Anwohner am Montagabend in Ebersbach beobachten. An einem Kran schwebten die riesigen Brückenteile für die neue Brücke am Salzweg ein und wurden montiert. Steht das neue Bauwerk, wird die alte Brücke abgerissen. Sie steht derzeit noch daneben und kann während der Bauphase noch von den Anwohnern genutzt werden. Zwei bewohnte Häuser befinden sich auf der anderen Seite der Brücke. 

Das Bauwerk verbindet die Spreedorfer Straße mit den zwei Grundstücken. Wegen dieser Unverhältnismäßigeit von Kosten und Nutzen stand das ganze Bauprojekt auch in der Kritik. Eine andere Lösung gab es aber laut Stadt und Planern nicht. Weil die Brücke über die Bahnstrecke führt, unterliegt das Bauwerk bestimmten Voraussetzungen, was Größe und Ausführung betrifft, so erklärte die Stadt die große Investition. 

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So lief die Montage der Brückenteile

Die Kosten für den Brückenbau haben sich inzwischen auf rund 1,3 Millionen Euro erhöht. Einen Nachschlag von 56.000 Euro gegenüber den geplanten Kosten hat der Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung bestätigt. Der kam zustande, weil nun ein Fernmeldekabel der Bahn zusätzlich verlegt werden muss. Das war zunächst nicht einkalkuliert gewesen. "Zum Zeitpunkt der Ausschreibung war das nicht bekannt", so Bauamtsleiter Matthias Lachmann von der Stadtverwaltung. Zwar trägt die Bahn die Kosten für die neuen Leitungen. Zusätzliche Arbeiten beim Fundament sind dafür aber nötig. 

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Die Stadt hat beim Fördermittel-Geber die Mehrkosten nun angezeigt, so Bauamtsleiter Lachmann, und beantragt, dass die Zuschüsse aufgestockt werden. Derweil muss sie in Vorleistung gehen. Dafür nutzt sie Geld, das eigentlich für den Ausbau der Spreequellstraße im Ortsteil Neugersdorf vorgesehen war, damit die Salzwegbrücke zügig fertig gestellt werden kann. Sollte die Aufstockung nicht bewilligt werden und die Stadt das Geld nicht vom Freistaat zurück erhalten, muss die Spreequellstraße warten und kann erst später gebaut werden. 

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