merken
PLUS

Sanierung am Markt 7 hat begonnen

Peter Blaesche startet seine letzte Baustelle. Das Wetter entscheidet jetzt über den Fortgang der aufwendigen Bauarbeiten.

Von Mario Heinke

Wenn der Radlader den Bauschutt in den riesigen Container auf dem Markt schüttet, kracht es so gewaltig, dass die Passanten erschreckt zusammenzucken. Die Geräuschkulisse ist nun erst einmal verstummt, weil die Firma Köhler und Sohn aus Markersdorf den Abbruch im Hinterhof abgeschlossen hat. „Der Abriss der Nebengebäude am Markt 7 ist geschafft“, erklärt Volker Kretschmer. Der Bauingenieur leitet die Sanierung des historischen Gebäudes, das sich in einem katastrophalen Zustand befindet. 1,85 Millionen Euro will der Berliner Eigentümer Peter Blaesche investieren, um das Haus zu retten. Wenn das Wetter es zulässt, wollen die Baufirmen in den nächsten Tagen eine Stahlbetondecke im ersten Obergeschoss einziehen, die das marode Gebäude stabilisieren wird. Die Stadt Zittau unterstützt die Sanierung und gewährt einen Zuschuss in Höhe der sogenannten „unrentierlichen Kosten“. In den nächsten drei Jahren sollen so 650 000 Euro aus dem Förderprogramm „Städtebaulicher Denkmalschutz“ fließen. Das Nebenhaus – der Markt 5 – gehört bereits dem Berliner. Er plant deshalb die Zusammenlegung beider Gebäude. Das Projekt sieht einen gemeinsamen Fahrstuhl, mehrere Stellplätze und einen begrünten Hof für beide Grundstücke vor. Auch ein „fachmarkttauglicher Laden“ mit über 400 Quadratmetern Verkaufsfläche soll im Erdgeschoss entstehen. Blaesche hofft auf einen renommierten Mieter, etwa eine Handelskette. Außerdem sind elf Wohnungen in dem viergeschossigen Haus geplant, die zwischen 45 und 170 Quadratmeter groß sind. Balkone mit einem fulminanten Gebirgsblick sollen an der Rückseite des Gebäudes angebaut werden.

Anzeige
Sie suchen den perfekten Arbeitgeber?
Sie suchen den perfekten Arbeitgeber?

Das therapeutische Gesundheitszentrum von PPS Medical Fitness in Dresden bietet modernste Möglichkeiten. Hier bringt Arbeiten Spaß und Erfüllung.

1541 erstmals erwähnt, war das Haus schon zuvor als Gasthof „ Zum Weißen Engel“ bekannt. 1757 vom großen Stadtbrand betroffen, ist das Gebäude im Stil des Barock wieder errichtet worden. Das frühere Malzhaus wurde auch von zwei Bürgermeistern der Stadt bewohnt. 1883 siedelte sich das Bankhaus Meusel & Schulz an. Zuletzt stand das Gebäude lange Zeit leer.