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Was man zur Bienermühle wissen muss

Im Malerwinkel steht das älteste Gebäude Königsteins. Verein und Stadt haben mit dem Areal viel vor - wenn die Finanzierung gesichert ist.

Bienermühle, Schornstein, alte Vogtei: der Malerwinkel in Königstein.
Bienermühle, Schornstein, alte Vogtei: der Malerwinkel in Königstein. © Daniel Schäfer

Ein verstecktes Kleinod ist der Malerwinkel in Königstein. Zu dem denkmalgeschützten Areal der Bienermühle gehören unter anderem das ehemalige Mühlengebäude, das Meisterhaus sowie die Vogtei als ältestes Gebäude der Stadt mit den beiden markanten Torbögen. Noch markanter ist der rund 35 Meter hohe Schornstein, der in der Weihnachtszeit als größte freistehende Adventskerze in der Sächsischen Schweiz zum Hingucker wird.

Der Verein Malerwinkel, der die Bienermühle seit mehreren Jahren betreut, hat mit dem Areal viel vor. Mit Unterstützung der Kommune soll der Gebäudekomplex schrittweise saniert und vor dem Verfall gerettet werden. Das ambitionierte Ziel: Der Malerwinkel soll mit Ausstellungs- und Veranstaltungsräumen sowie Gastronomieangeboten zu einem neuen Kulturzentrum werden.

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Der Malerwinkel-Verein nutzt den ehemaligen Stall und den Innenhof der Bienermühle bereits jetzt für Veranstaltungen, um für mehr Kultur und damit eine Belebung der Festungsstadt beizutragen. "Wir fühlen uns verpflichtet, dem Besitzer und der Stadt gegenüber, unterstützend zu wirken, um eine solide Nutzung und Sanierung des gesamten Areals in absehbarer Zeit zu erreichen", sagt Andrea Hoppe vom Verein.

Neue Infotafeln in drei Sprachen

Jetzt ist ein weiterer kleiner Schritt in diese Richtung getan worden. Touristen und Einheimische, die den öffentlich zugänglichen Malerwinkel besuchen, können nun die Geschichte des Areals nachlesen. Dafür sorgen neue Infotafeln, die von Ulrich Linge und Peter Goebel am Fuße des Schornsteins angebracht wurden. "Viele Wanderer und Gäste der Stadt verweilen im Hof und besuchen unsere Veranstaltungen. Um ausführliche Informationen ganzjährig allen Besuchern zur Verfügung zu stellen, haben wir die Info-Tafeln dreisprachig erstellt", erklärt Andrea Hoppe. In Deutsch, Englisch und Tschechisch ist der kleine Abriss zur Historie der Bienermühle verfasst. 

Dabei soll es nicht bleiben. Dieses Jahr will der Verein die Finanzierung für die Millionen Euro teure Sanierung des Gesamtkomplexes sichern. Insgesamt geht es um rund 4,5 Millionen Euro. Bund und Land haben bereits Fördermittel in Höhe von vier Millionen Euro versprochen und in Aussicht gestellt. Den Rest - eine knappe halbe Million Euro - müsste die Kommune beisteuern.  Von den Eigenmitteln der Stadt ist abhängig, wann der Bau starten kann. Wenn es nach Bürgermeister Tobias Kummer (CDU) geht, soll es 2022 oder 2023 so weit sein. Im ersten Bauabschnitt soll im Malerwinkel die Alte Vogtei saniert werden. Dann sollen die anderen Gebäude folgen.

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