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Sanierung der Gruft verzögert sich

Die Feuchtigkeit im Raum unter der Kirche stoppt die Arbeiten. Ohne Geld gehen sie aber auch nicht weiter.

Von Heike Sabel

Hoffnungsvoll hatten im vorigen Jahr die Arbeiten in der Gruft unter der Burkhardswalder Kirche begonnen. Drei Lübecker Forscher waren hinabgestiegen und hatten die sterblichen Überreste, Reste der Gräber und Grabbeigaben untersucht. Mindestens 22 Holzsärge befinden sich in der Gruft. Dazu kommt einer aus Zinn aus dem 17. Jahrhundert, der wohl der älteste Sarg ist, und fünf Kammergräber. Dabei erfuhren die Wissenschaftler viel über die Geschichte und die hier bestatteten Mitglieder der Bünau-Familie. All diese Fundstücke sind jetzt geschützt aufbewahrt.

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Doch dann stockten die Arbeiten. Es gab Probleme mit der Feuchtigkeit. Inzwischen besitzt der Gruftraum zwei Belüftungsschächte und ist in gutem Zustand. Eine sensorgesteuerte Ventilation sorgt für ein besseres Klima. Außerdem wurde der Zugang erneuert. Doch erst wenn der über eine Treppe erreichbare Raum wirklich trocken ist, kann er wieder eingeräumt werden.

Ob die Konservatoren mit der Restaurierung von Teilen der Gruftausstattung im Sommer beginnen können, ist noch offen. Auf jeden Fall werden sich die Arbeiten nun bis Mitte nächsten Jahres hinziehen. Für das Landesamt für Denkmalpflege hat die Burkhardswalder Gruft nach wie vor hohe Priorität.

Oberstes Ziel aller Beteiligten ist die Wiederbestattung der sterblichen Überreste. Damit soll den Toten die Würde wiedergegeben werden. Doch dafür wird – ebenso wie für die weitere Auswertung der Grabungen – Geld benötigt. Darum kämpfen nach wie vor die Kirche, die Forscher und Bünau-Spross Rudolf von Bünau.