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Sanierung der Turnhalle liegt auf Eis

Schönau-Berzdorf passt mit seinem Umbau der Sporthalle in kein Förderprogramm. Auch die Polen und Tschechen können nicht helfen.

Von Steffen Gerhardt

Mit einer schlechten Nachricht kam Bürgermeister Christian Hänel in die jüngste Sitzung des Gemeinderates: „Die Sanierung der Turnhalle ist gegenwärtig nicht realisierbar“, sagte Hänel. Er begründete das damit, dass es momentan kein Förderprogramm gäbe, in das der Umbau der Turnhalle hineinpassen würde.

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Auch die angeschobene Förderung über Kooperationspartner in Polen und Tschechien führte bisher zu keinem Erfolg. Zwar fördert Sachsen die interkommunale Zusammenarbeit mit den beiden Ländern beziehungsweise können die Polen und die Tschechen auf Programme der Europäischen Union zurückgreifen, aber die Schönauer bleiben dabei außen vor. So war auch die jüngst eingefädelte Zusammenarbeit mit der polnischen Stadt Lesna (Marklissa) ohne Erfolg für die Turnhalle. „Es werden zwar sportliche Maßnahmen gefördert, aber nur im kleinen Rahmen und bis zu einer Höhe von 50 000 Euro“, erklärte der Bürgermeister. Da passt die Schönauer Turnhalle nicht mit hinein. Nach Kostenschätzungen sind rund 1,3 Millionen Euro für den Umbau veranschlagt.

Schönau hatte seine Fühler bereits 2014 nach Zgorzelec ausgestreckt. Zunächst mit der Gemeinde, später mit einer Grundschule der Stadt, sollte das Vorhaben auf deutscher Seite geschultert werden. Aber hier bekamen die Polen Schwierigkeiten, ihre Turnhalle neu bauen zu können. Hinzu kam, dass das sächsisch-polnische Programm Interreg III zu diesem Zeitpunkt schon auf seinen Nachfolger Nummer IV wartete, sodass das grenzüberschreitende Vorhaben doch nicht finanziert wurde. Daraufhin orientierte sich Schönau-Berzdorf nach Lesna. Dort will man einen Sportplatz errichten. Außerdem kooperieren die beiden Feuerwehren seit Längerem eng miteinander.

„Wir bleiben weiter dran an dem Thema“, versichert der Bürgermeister, denn an der Sporthalle muss baulich etwas getan werden. Die Planer haben bereits vorgearbeitet und einen Entwurf zu früherer Zeit im Gemeinderat vorgestellt. Mit diesem sollen sich nicht nur die Bedingungen für den Schul- und Vereinssport verbessern, sondern auch den Zuschauern mehr Platz bieten, die Wettkämpfe in der Halle mitzuverfolgen. Aber daraus wird vorerst nichts. „Wir sind auf Fördergelder angewiesen, denn allein können wir das nicht bezahlen“, so der Bürgermeister.