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Sanierung wird deutlich billiger

In Rossendorf soll über dem zugeschütteten Lagerbecken für radioaktives Wasser bald schon Wald wachsen.

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Von Thilo Alexe

Bei der Sanierung der stillgelegten Rossendorfer Atomanlagen ist der Verein für Kernverfahrenstechnik und Analytik (VKTA) einen großen Schritt vorangekommen. Nach Angaben von VKTA-Direktor Udo Helwig wurde nach jahrelangen Vor- und Prüfarbeiten das frühere Lagerbecken für radioaktives Abwasser zugeschüttet. In Kürze soll Wald darüberwachsen.

Seit 1995 arbeiten die Experten des vom Land mit dem Rückbau betrauten Vereins an der Sanierung des Lagers. Nachdem radioaktiver Schlamm abtransportiert worden war untersuchten sie die Halle über dem Becken nach Strahlung und erhielten die Abrissgenehmigung. Das Becken hätte, wie Hellwig sagt, komplett ausgebaggert werden müssen. Gutachter des Darmstädter Öko-Instituts seien aber zu dem Schluss gekommen, dass von dem rund 30 mal 60 Meter großen Lager keine Gefahr für die Umwelt ausgehe. Durch das Zuschütten sei ein Millionenbetrag gespart worden.

Bis 2011 soll der sogenannte Rückbau des DDR-Forschungsreaktors abgeschlossen sein. Hellwig zufolge stellt der Freistaat insgesamt 335 Millionen Euro dafür bereit. Zu den nächsten großen Aufgaben zählt der Abbau einer Betonhülle, die Mitarbeiter vor der Reaktorstrahlung geschützt hatte. Vor einem Jahr waren rund 300 Kilogramm schwach radioaktives Material per Frachtmaschine nach Russland abtransportiert worden.