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Sarkophage sollen besser Luft kriegen

Hainewalde plant die nächsten Schritte, damit die Sarghüllen bald wieder in der Gruft stehen.

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Von Gesine Schröter

Hainewalde bemüht sich weiter um die Rückkehr der wertvollen Sarkophage in die Kanitz-Kyaw‘sche Gruft. Wie Bürgermeister Jürgen Walter (parteilos) mitteilt, wolle die Gemeinde zeitnah Denkmalschutz-Fördermittel beim Land Sachsen beantragen. Mit diesen soll die Belüftung im Inneren der Gruft verbessert werden. „Für den nächsten Schritt, also die nochmalige Restaurierung und Konservierung der Sarkophage, können wir aber erst im kommenden Jahr mit Geldern rechnen“, erklärt Walther weiter. Ziel sei es, dass die wertvollen Stücke Ende 2015 wieder an ihrem angestammten Platz stehen sollten.

Auch beim Landesamt für Denkmalschutz in Dresden teilt man Walthers Absicht, die einzigartigen Sarg-Behältnisse so bald wie möglich wieder in der Gruft zu präsentieren. „Die Linie ist klar und der Stellenwert hoch“, fasst der Bürgermeister ein Treffen mit Ulrich Rosner und Annegret Michel von der Dresdner Denkmalschutzbehörde sowie einer Landkreis-Vertreterin am 13. Februar in Hainewalde zusammen. Dort hatten die Fachleute sowohl die Gruft als auch die Sarkophage selbst noch einmal genauer unter die Lupe genommen. Derzeit sind die 2007 entdeckten Sarg-Behältnisse in der ehemaligen Schule untergebracht. Dorthin mussten sie im Februar 2012 umziehen, da sie wegen ihres hohen Metallanteils in der feuchten Gruftluft zu rosten drohten. Natürlich würden die Sarkophage auch jetzt gezeigt, sagt Walther. „Aber das ist ja keine dauerhaft passende Umgebung für Stücke, die laut Experten wertvoller sind als die in der Wettiner-Gruft.“ So etwas müsse auch angemessen präsentiert werden, als wichtiger Teil des Naturparks Zittauer Gebirge. (ges)