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Schachtschule ist Sachsens Schachmeister

In der Oberschule lernen die besten Schul-Spieler Sachsens. Die können nun nach Hamburg zum Bundeswettbewerb.

Von Kathrin Krüger-Mlaouhia

Die beiden Pokale stehen in der Erdgeschossvitrine der Oberschule Am Schacht und erinnern an einen Triumph, der für die Bildungseinrichtung bisher beispiellos ist. Bei der Sächsischen Schulschach-Olympiade in Flöha trumpften die Mannschaften aus Großenhain groß auf. In der Kategorie Oberschulen waren immerhin zwei Teams aus der Schul-AG am Start. Die vier Schüler der ersten Mannschaft spielten sich aufs Siegerpodest und ließen sogar die Favoriten von der Dresdner Hoga-Schule hinter sich, einem Leistungsstütztpunkt. Überraschend qualifizierten sie sich damit für die Bundesolympiade im April in Hamburg. Die zweite Mannschaft spielte mit nur drei Teilnehmern in der Unterzahl und konnte trotzdem Bronze gewinnen. AG-Leiter Olaf Gose ist happy.

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„Das ist der Erfolg jahrelanger Arbeit“, sagt der in Großenhain bekannte Schach-Experte. Schon viermal waren Schacht-Schüler bei der Landesolympiade dabei, bisher aber nicht so erfolgreich. Die Fünft- bis Neuntklässler trainieren jeden Montag nach dem Unterricht 90 Minuten. „Sie spielen zum Teil schon seit der Grundschule regelmäßig, und das zahlt sich jetzt aus“, freut sich Olaf Gose. Dabei ist das Schultraining weniger intensiv als etwa Schach als Vereinssport. Dort ist der Leistungsdruck wesentlich größer. „Wir waren alle aus dem Häuschen“, sagt Maximilian Perschke, der mit Chris Kolossa, Rocco Exner und David Gruhne den ersten Platz für die Schule errang. Auch die Lehrer gratulierten und freuten sich. Denn nur mit klugem Spielverhalten konnten die Vier den bisher größten Schach-Erfolg für die Schule schaffen. Nun ist die Frage, ob die Fahrt zum Bundesausscheid vom 24. bis 27. April wirklich zustande kommt. „Lag der Teilnehmerbeitrag in Flöha bei 15 Euro pro Nase, wird er jetzt über 100 Euro betragen“, gibt Olaf Gose zu bedenken. Wird das die Schule auch noch bezahlen? Oder die Eltern? Oder der Förderverein? Klar ist: es ist für die Großenhainer eine einmalige Chance. Olaf Gose: „Ideal wäre, mit vier Spielern und zwei Ersatzleuten nach Hamburg zu reisen.“ Doch dann brauchte man zwei Betreuer. Und die Kosten lägen bei rund 800 Euro. Eine Entscheidung steht noch aus.

An der Landesolympiade nahm in der Kategorie Gymnasien auch eine Großenhainer Mannschaft am Turnier teil. Sie erreichte in einem sehr starken, überwiegend mit Vereinsspielern besetzten Teilnehmerfeld den zweiten Platz. Hinter diesem Schulschacherfolg steckt eine kontinuierliche jahrelange Nachwuchsarbeit des SV Traktor Priestewitz.