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Schadstoffreiche Dienstwagen-Flotte

Dresden. Ein Großteil der 4500 Dienstwagen der sächsischen Staatsregierung und ihrer nachgeordneten Einrichtungen erfüllt nicht die von der EU vorgegebenen Umweltstandards. Das kritisiert die Landtagsabgeordnete...

Dresden. Ein Großteil der 4  500 Dienstwagen der sächsischen Staatsregierung und ihrer nachgeordneten Einrichtungen erfüllt nicht die von der EU vorgegebenen Umweltstandards. Das kritisiert die Landtagsabgeordnete Eva Jähnigen (Grüne) und beruft sich dabei auf aktuelle Angaben von Innenminister Markus Ulbig (CDU).

Vor allem der Schadstoffausstoß der Fahrzeuge im Bereich des Kultus- und des Justizministeriums liegt demnach deutlich über den angestrebten Limits. So hat die EU den Pkw-Herstellern das Ziel vorgegeben, die durchschnittliche Kohlendioxid-Emission ihrer Autos spätestens bis 2015 auf mindestens 130 Gramm pro Kilometer zu senken. Der Fuhrpark der beiden Ministerien, so Jähnigen, falle mit durchschnittlich 166 bzw. 162 Gramm pro Kilometer besonders negativ auf. Ein regelrechtes „Armutszeugnis“ sei es, dass ausgerechnet die Dienstwagen der Staatskanzlei mit im Schnitt 172 Gramm diese Negativrekorde sogar noch übertreffen. Jähnigen erklärte, andere Bundesländer würden sich seit Langem bemühen, die EU-Vorgaben umzusetzen.

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Auch die Deutsche Umwelthilfe hatte erst kürzlich Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) gerügt und ihm für den Schadstoffausstoß seines Dienstwagens – 197 Gramm pro Kilometer – symbolisch die „Rote Karte“ gezeigt. (SZ/gs)