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Schäden müssen bis Ende 2016 behoben sein

Der Wiederaufbau in Mittelsachsen liegt gut im Zeitplan. Es wird aber schwieriger, bezahlbare Baufirmen zu finden.

Von Peggy Zill

Bis Ende 2016 sollten alle Flutschäden beseitigt sein. Diese Frist gilt zumindest, wenn es um die Fördermittel für die Kommunen und den Landkreis geht. „Es zeichnet sich ab, dass es schwierig wird, diesen Zeitplan einzuhalten“, sagt Jürgen Zimmermann, der Leiter des Wiederaufbaustabes im Landratsamt. Das liege daran, dass es immer schwieriger wird, die passenden Planungsbüros und Baufirmen zu finden. Diese hätten seit dem Hochwasser viel zu tun. Deshalb sind auch die Preise gestiegen. „Es gibt aber momentan keine Signale, dass an dem Termin 31. Dezember 2016 etwas geändert wird. Deshalb richten sich alle danach, ihn einzuhalten“, so der Chef der Abteilung Straßen. Die dringendsten Vorhaben, wie die Straße zwischen Grunau und Etzdorf, seien bis dahin erledigt. Das sei durch die Prioritäten in den Wiederaufbauplänen gesichert.

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Allein an den kreiseigenen Straßen wurden nach dem Hochwasser 208 Schäden mit einem Volumen von fast 20 Millionen Euro aufgelistet. Kleine Aufträge konnte die Straßenmeisterei übernehmen. 24 Schäden, die im Wiederaufbauplan stehen, sind im vergangenen Jahr abgearbeitet worden. „Für dieses Jahr haben wir uns 75 Maßnahmen mit einem Volumen von rund fünf Millionen Euro vorgenommen“, erklärt Jürgen Zimmermann. Da, wo der Bau noch nicht begonnen hat, laufen die Ausschreibungen.

Noch länger ist die Schadensliste bei den Kommunen. Laut Zimmermann umfasst sie 1 108 Schäden. Dafür sind erst 311 Förderanträge beim Kreis eingegangen und 252 mit einem Volumen von 16 Millionen Euro an die Sächsische Aufbaubank (SAB) weitergereicht worden. Der Kreis prüft jeden Antrag auf Plausibilität. „Pro Woche gehen derzeit rund 15 Anträge bei uns ein“, sagt Zimmermann. Wenn das so weiter geht, müssten bis Mitte 2015 alle abgearbeitet sein. Für die Städte und Gemeinden, die die Reparaturen zwar zu 100 Prozent bezahlt bekommen, ist der Wiederaufbau dennoch eine große Herausforderung. Denn sie müssen die Bauarbeiten vorfinanzieren. Erst wenn sie eine Rechnung vorweisen können, zahlt die SAB. So geht es auch den Unternehmern und Privatpersonen. Jürgen Zimmermann hat Verständnis, dass alle Geschädigten gleich behandelt werden.

Laut Beate Bartsch von der SAB sind bisher aus dem Landkreis 710 Anträge von Unternehmen, Privaten, Vereinen, Kirchen und Kommunen angekommen. Bewilligt wurden fast 40 Millionen Euro und rund zehn Millionen Euro ausgezahlt. Die bewilligten Anträge, die von den Kommunen kommen, umfassen zwar mehr als zehn Millionen Euro, ausgezahlt wurden bisher aber erst 800 000 Euro.