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Schäferhund musste eingeschläfert werden

Das am 13. November in verwahrlostem Zustand aufgefundene Tier war nicht mehr zu retten.

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Von Regine Schlesinger

Es ist eine traurige Nachricht, die Ute Weißbach verkünden muss. Der Schäferhund, der vor Kurzem herrenlos in Reichstädt aufgegriffen und ins Tierheim eingeliefert wurde, musste eingeschläfert werden. Diese Entscheidung, die das Veterinäramt und das Tierheim gemeinsam trafen, fiel auf Grund des erbarmungswürdigen Zustandes des 14 Jahre alten Tieres. Es litt große Schmerzen, von denen es erlöst werden musste. „Dieser Schritt war nicht zu vermeiden“, bedauert Ute Weißbach, die selten ein Tier in so schlechter körperlicher Verfassung gesehen hat. Den Hund quälte ein großer Tumor, ihm fiel großflächig das Fell aus, er litt an allen Gelenken an Ekzemen, hatte Blut im Stuhl und wurde schlimm von Milben geplagt. Am 23. November, zehn Tage nach seinem Aufgreifen, musste der Schäferhund eingeschläfert werden. Die Tierheim-Mitarbeiter haben versucht, um ihm seine letzten Tage so schön wie möglich zu machen. So stellten sie ihm ein Hundebett mit extra weichen Decken in die Hundehütte.

Die SZ hatte am 22. Januar über das Fundtier berichtet und auch ein Foto veröffentlicht. Daraufhin meldete sich ein Mann beim Tierheim, der den Besitzer kannte. „Erst da haben wir gemerkt, dass der Hund vor zwei Jahren schon einmal bei uns war“, sagt Ute Weißbach. Doch dieses Mal war sein Zustand so schlecht, dass ihn zunächst niemand wiedererkannte. Auch damals litt er an einem Tumor, der operiert wurde. Unter Auflagen des Veterinäramtes kam der Hund zu seinem Besitzer zurück. So sollte er nicht mehr an der Kette, sondern einer Laufleine gehalten werden.

Doch offenbar hat das alles nichts genützt. Für die Tierschützerin ist es ein Rätsel, wie jemand damit leben kann, dass neben ihm ein Tier so sehr leiden muss.