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Schätze aus der Schublade geholt

Albrecht Bergmann zeigt in seinen Räumen Bilder von Waldheimer Künstlern. Einige waren noch nie zu sehen.

Albrecht Bergmann hält das Plakat für den Museumstag in den Händen. Dann zeigt er in Bergmanns Hof Bilder von Waldheimer Malern.
Albrecht Bergmann hält das Plakat für den Museumstag in den Händen. Dann zeigt er in Bergmanns Hof Bilder von Waldheimer Malern. © D. Thomas

Von Elke Braun

Waldheim. Die Napoleonstube und die Schau zur Tabakindustrie – diese Ausstellungen in Bergmanns Hof kennen viele Waldheimer. Für den Museumstag am 19. Mai hat Albrecht Bergmann aber noch etwas ganz Besonderes vorbereitet.

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Er zeigt Bilder von insgesamt zehn Waldheimer Künstlern. Fast alle haben einen Bezug zu Waldheim, nicht nur durch ihre Schöpfer, sondern auch durch die Motive, die darauf zu sehen sind. „Ich bin schon ein bisschen stolz darauf, dass es mir gelungen ist, Bilder von so vielen verschiedenen Malern zusammenzubekommen“, sagt Albrecht Bergmann. Gezeigt werden sie am 19. Mai offiziell zum ersten Mal. „Die Bilder bleiben dann noch eine Weile hier, bevor ich einen Teil davon wieder abnehme“, erklärt Bergmann. Vor allem die, die Leihgaben sind. Einige Bilder hat er aber auch geschenkt bekommen, wie zum Beispiel eines von Paul Haferkorn. Es zeigt das alte Florena Werk in der Niederstadt vom Eichberg aus gesehen. „Das habe ich von einer Dame bekommen, die in einer LPG in der Nähe von Roßwein gearbeitet hat. „Als sie die Büros aufräumte, fiel es ihr in die Hände.“ Wegwerfen wollte sie es nicht und fand in Albrecht Bergmann einen dankbaren Abnehmer. Auch aus dem Familienbesitz Bergmanns werden mehrere Bilder zu sehen sein. „Mein Vater hat den Waldheimer Malern nach dem Krieg etliche Bilder abgekauft, die meisten von Martin Gebhard“, sagt Bergmann. Neben den Bildern von Haferkorn und Gebhard sind Werke von Paul Busch, Kurt Rübner, Max Würfel, H. Kamprad, Ekkehard Stark, Rudolf Horn, Werner Rollow und Gisela Neuenhahn zu sehen.

Bergmanns Hof mit seinen drei Ausstellungen ist eine von drei Stationen, die am 19. Mai anlässlich des Internationalen Museumstage geöffnet haben. Mit einem Kombiticket können Interessierte außerdem das Stadt- und Museumshaus mit der neu eröffneten Kunsttreppe und die Galerie der François Maher Presley-Stiftung für Kunst und Kultur an der Schlossstraße 23 besuchen. An der Kunsttreppe werden Originalgrafiken unter anderem von A.R. Penck, Markus Lüpertz und Günther Ueckert aus der Sammlung der Presley-Stiftung zu sehen sein. In der Galerie an der Schlossstraße zeigt Edgar Moritz Pravemann, ein Bewohner der „Arche – Wohnstätten“, seine Bilder unter dem Titel „Kampf gegen die inneren Dämonen“. Die Museen und Ausstellungen haben am Museumstag von 10 bis 16 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet 3 Euro.