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Schafe jetzt im Winterquartier

Höhenvieh und Landschaf sind vom Berzdofer See auf das Gut Krauscha umgezogen.

Das Rote Höhenvieh und das Rauwollige Pommersche Landschaf sind laut Brigitte Westphal von der Naturforschenden Gesellschaft der Oberlausitz am Jahresende von der offenen Landschaft des Berzdorfer Sees in ihre Winterunterkunft auf dem Gut Krauscha umgezogen. Es sind zwar robuste alte Haustierrassen, die schlechtem Wetter problemlos trotzen, begrenzt ist aber der Zugang zu Wasser. „Bei Frost können Trinkstellen für die Tiere nur mit großem Aufwand erhalten werden“, sagt sie. Daher sind alle Tiere am 28. Dezember in ihre Winterunterkuft auf dem Gut Krauscha umgezogen. Sobald es Temperatur und Vegetation zulassen, kommen die Tiere wieder auf die Weide – und setzen ihre Arbeit zur Erhaltung des Offenlandes fort.

Die geknickten Bäume auf den dortigen Weiden sollen manche Besucher als unordentlich empfunden haben. So kam die Frage auf, warum sie denn noch stehen. „Das hat wichtige biologische Gründe“, sagt Frau Westphal. Dabei handelt es sich um Pioniergehölze – meist Birken, Weiden, Robinien – die auch unter erschwerten Bedingungen wachsen. Und sie treiben nach dem Fällen wieder aus. „Im Fall der Robinie verschlimmert sich sogar die Situation“, sagt sie. Die aus Nordamerika stammende Art bildet Wurzelausläufer. Somit wachsen für einen gefällten Baum mehrere neue. Der Einsatz von Herbiziden kommt auf den biologisch bewirtschafteten Flächen nach ihrer Aussage nicht infrage, da die Nebenwirkungen im Ökosystem zu großen Schäden führen. „Zahlreiche Pflanzenarten würden verschwinden“, sagt sie. Durch das Knicken der Bäume wird das Abfressen der nahrhaften Blätter und der Rinde ermöglicht, was weitere Ausläufer verhindert und den Baum schwächt. Das Ziel ist das Austrocknen der Wurzel. In den Folgejahren sterben die Pflanzen ab und werden dann von der Fläche entfernt oder zur Anlage von dichten Hecken verwendet.

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Auch künftig sollen auf den Flächen Bäume und Gebüsche wachsen. „Sie bilden wichtige Landschaftselemente, die für eine hohe Artenvielfalt sorgen“, sagt Frau Westphal. Das verstärkte Knicken voriges Jahr sei wegen der unterlassenen Bewirtschaftung der Landwirtschaftsflächen in den Vorjahren notwendig geworden.

Wären alle Bäume weitergewachsen, verlören die Wanderer die geschätzten Aussichten über den See zum Gebirge. Die erhaltenswerten seltenen Arten des Offenlandes fänden keine passenden Kinderstuben mehr. (SZ)