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Scharfe Kritik an fehlender B6-Umgehung

Der CDU-AbgeordneteVaatz rechnet damit,dass Cossebaude nach 2015 eine Entlastungsstraße bekommt.

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Von Peter Hilbert

Mit der gestrigen Freigabe der Niederwarthaer Elbebrücke rollt deutlich mehr Verkehr über die B6 zwischen Cossebaude und Kemnitz. Scharf kritisieren Bundestagsabgeordneter Stephan Kühn und seine Stadträtin Margit Haase von den Grünen, dass die versprochene Entlastungsstraße B6 entlang der Eisenbahnstrecke nicht gebaut und auch noch nicht in Sicht ist. Schließlich würden künftig täglich etwa 17000 Fahrzeuge über die neue Elbebrücke rollen. „Nach Verkehrsprognosen passieren täglich fast 1000 Lkws mehr die Bundesstraße“, warnt Kühn. Im Investitionsrahmenplan bis 2015 würde die Cossebauder B6-Umgehung nicht auftauchen. Selbst wenn das Geld vorhanden wäre, müssten die Anwohner noch zehn Jahre warten, schätzen die Grünen.

Baupläne noch nicht fertig

Der Dresdner Bundestagsabgeordnete Arnold Vaatz wirft Kühn vor, dass bei ihm „Populismus vor Fakten“ gehen würde. Der Investitionsplan bis 2015 werde erst in Kürze vorgelegt. Entscheidend für die Aufnahme der Cossebaude-Umgehung sei nicht nur das Geld. Maßgeblich sei auch der Planungsstand und der Zeithorizont, um das Baurecht zu bekommen. Vaatz rechnet mit einem Baubeginn nach 2015. Die Behörden müssten erst die Planungsunterlagen fertigstellen und Baurecht schaffen. „Es wäre also unredlich, dieses Projekt in einen Finanzierungsplan aufzunehmen und Investitionsmittel zu binden, die in diesem Zeitraum für andere dringliche Projekte vorgesehen werden könnten“, so Vaatz.

Er will sich jedoch dafür einsetzen, die Planung zu beschleunigen und die Finanzen zu beschaffen, wenn der Bau genehmigt ist.