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Scharfer Start im August

Die Pläne für den sächsischen Fußball werden konkreter: Die Landesliga wird mit 22 Vereinen gespielt, Landesklasse soll mit 16 Teams in die Saison gehen.

In der abgelaufenen Spielzeit startete Stahl Freital (hier mit Philip Rehn, l., im Spiel gegen Taucha) noch im Sachsenpokal. Als zweite Mannschaft des SC Freital könnte dem Team von Trainer Jens Wagner dieser Weg nun versperrt bleiben.
In der abgelaufenen Spielzeit startete Stahl Freital (hier mit Philip Rehn, l., im Spiel gegen Taucha) noch im Sachsenpokal. Als zweite Mannschaft des SC Freital könnte dem Team von Trainer Jens Wagner dieser Weg nun versperrt bleiben. © Andreas Weihs

Geht es nach dem Spielausschuss des Sächsischen Fußball-Verbandes, soll die erste Runde um den Landespokal 2020/21 am letzten August-Wochenende angepfiffen werden. Das gab der SFV in einer Pressemitteilung bekannt. Zuvor hatte sich der Ausschuss in seiner Klausurtagung intensiv mit der Saisonvorbereitung befasst. Vorbehaltlich der noch zu erfolgenden Beschlussfassung durch das SFV-Präsidium soll der Punktspielstart in der Landesklasse und den vier Landesklasse-Staffeln am 5./6. September über die Bühne gehen.

Die Landesliga spielt einmalig mit 22 Teams. Zum Saisonende, so schlägt der Spielausschuss vor, erfolgt die Reduzierung auf 18 Teams und ein Jahr später von 18 auf 16 Mannschaften. „Eine klassische Hin- und Rückrunde mit 42 Spieltagen ist kein Thema“, sagt Volkmar Beier, der Vorsitzende des Ausschusses. „In der Videokonferenz vom 2. Juni mit den Landesligisten und in Gesprächen danach wurden zwei Varianten favorisiert. Der Start mit zwei Staffeln oder eine einfache Hinrunde, und anschließend jeweils Play-offs und Play-downs.“

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Der Spielausschuss schlägt nun diesen Modus vor: Die Hinrunde wird mit 21 Spieltagen ausgetragen, anschließend wird aufgeteilt: in zehn Teams für die Meister- sowie zwölf Mannschaften für die Abstiegsrunde. Damit würden insgesamt 30 beziehungsweise 32 Spieltage anstehen.

Für die vier Landesklasse-Staffeln haben insgesamt 64 Vereine das Spielrecht, „wobei die einzelnen Staffeln jeweils unterschiedlich besetzt wären“, erklärt Beier. „Die Durchführung von beispielsweise 34 Spieltagen schätzt der Spielausschuss angesichts des Fehlens von spielbaren Feiertagen im Herbst, falls Nachholtermine nötige werden, als grenzwertig ein.“

Die größte Schwierigkeit bestünde aber beim Vollzug von Auf- und Abstiegsregelung am Ende der Saison, wenn Landesliga-Absteiger den Landesklassen mit unterschiedlicher Staffelstärke zuzuordnen wären und gleichzeitig Aufsteiger aus den Kreisverbänden kommen. „Diese Situation ist nahezu nicht zuverlässig regelbar und würde zu einer erheblichen Anzahl von Härtefällen führen“, sagt Beier.

Aus diesem Grund favorisiert der Ausschuss eine gleichmäßige Staffelstärke von 16 Mannschaften. Möglich wäre das, weil die Neuregelung des Paragrafen 43 der Spielordnung seit 1. Juli „Abweichungen von der bisherigen streng nach Kreiszugehörigkeit vorgenommenen Einteilung zulässt“. Der Rahmenterminplan wird zu einem späteren Zeitpunkt durch den Verband erstellt. Grundsätzlich sollen an jedem Wochenende Punkt- oder Pokalspiele bis zum 19./20. Dezember ausgetragen werden. Der Buß- und Bettag ist als Termin für den Sachsenpokal vorgesehen.

„Spannend wird sein, wer zu uns in die Landesklasse Mitte kommt“, sagt Jens Wagner, Trainer der zweiten Mannschaft des SC Freital. Und noch eine Frage treibt den Coach um: „Dürfen wir als zweite Mannschaft im Landespokal antreten, so wie alle anderen Landesklasse-Teams?“

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Wahrscheinlich wird die Antwort des Verbandes negativ ausfallen. Schon seit Jahren ärgert man sich beim VfL Pirna-Copitz, dass die zweite Mannschaft nur im Kreispokal antreten darf. Trainer Holger Weinhold sprach sogar schon von Wettbewerbsverzerrung. In der kommenden Saison wollen die Copitzer ihre Reserve nicht mehr für den Kreispokal melden. „Vielleicht gibt es nach Corona auch für den Sachsenpokal eine Neu-Regelung“, sagt Wagner. „Ein Start im Kreispokal macht wirklich keinen Sinn.“ 

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