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Schaulustige behindern Löscharbeiten

Brände bei Pierburg und auf einem Feld halten die Feuerwehr in Atem. Sie muss aber nicht nur gegen die Flammen kämpfen.

Nach dem Feldbrand bei Wallbach ist eine verkohlte Fläche zu sehen. Das Feuer ist auf einem abgeernteten Teil des Feldes ausgebrochen.
Nach dem Feldbrand bei Wallbach ist eine verkohlte Fläche zu sehen. Das Feuer ist auf einem abgeernteten Teil des Feldes ausgebrochen. © Dietmar Thomas

Hartha/Gersdorf. Landwirt Michael Wolf kann auch zwei Tage nach dem Brand nichts zur Ursache sagen. Das Feuer war am Sonnabend auf seinem Feld zwischen Wallbach und der Milchviehanlage Gersdorf ausgebrochen. Die Feuerwehr war 19.10 Uhr alarmiert worden (wir berichteten).

„Den Brand entdeckt hat ein Feuerwehrmann, der zufällig auf der S 36 entlanggefahren ist. Er hat sofort den Notruf abgesetzt“, sagt Michael Wolf. Er habe sich später bei dem Kameraden bedanken können, der allerdings nicht aus Hartha stammte, sondern auf der Durchreise war.

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Bei dem Feuer seien 1,3 Hektar Getreide verbrannt. „Der Brand hat sich auf einer bereits abgeernteten Fläche entwickelt. Durch den starken Wind hat er auf das Getreide übergegriffen“, so Wolf. Den Schaden beziffert er auf etwa 2 000 Euro für das verbrannte Getreide. „Natürlich kommen noch die Zeit und die Arbeit hinzu, die wir hineingesteckt haben. Aber alles in allem ist das Ganze noch glimpflich ausgegangen“, so Wolf. Auch dank des Einsatzes der Feuerwehr und der Unterstützung durch die Agrargenossenschaft Gersdorf.

Eines bringt Michael Wolf, der den Familienbetrieb seit 2002 führt, aber noch nachträglich auf die Palme. „Einige Leute sind nur zum Fotografieren oder Filmen herangefahren und haben dabei die Arbeit der Feuerwehr behindert“, so Wolf.

Vor dem Brand auf dem Feld bei Wallbach musste die Harthaer Feuerwehr zur Firma Pierburg ausrücken (wir berichteten). „Der kleine Brand an einer unserer Fertigungsanlagen im Werk Hartha ist offenbar dadurch entstanden, dass ein Abluftschlauch an einem Lasermodul Feuer fing“, benennt Folke Heyer, Pressesprecher der Rheinmetall Automotive AG, die Ursache. Die Mitarbeiter der Schicht vor Ort haben sehr besonnen gehandelt. Sie haben andere Kollegen evakuiert und den Brand direkt mit Kohlendioxid-Löschern bekämpft. Die infolge des Brandes entstandene Rauchentwicklung konnte mithilfe einer Druckbelüftungsanlage durch die Feuerwehr schnell beseitigt werden. Diese Anlage hatte Pierburg 2017 der Feuerwehr als Dauerleihgabe zur Verfügung gestellt.

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„Der an der Maschine entstandene Schaden hält sich nach derzeitigem Stand in Grenzen, kann aber noch nicht genau beziffert werden“, so Heyer. Für die auf der Anlage gefertigten Produkte existiert eine zweite Linie, die hilft, zunächst die dringendsten Kundenbedarfe abzudecken.

Andere Fertigungsanlagen im Werk Hartha sind von dem Vorfall nicht betroffen. Die beschädigte Anlage wird voraussichtlich in den nächsten Tagen wieder in Betrieb gehen.

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