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Schempp ist wieder da

Der Weltmeister mit der Staffel imponiert erneut beim Weltcup in der dünnen Luft Südtirols.

© dpa

Von Thomas Wolfer

Als sich Simon Schempp im strahlenden Sonnenschein von Tausenden Fans feiern ließ, war das Glück des neuen Königs von Antholz perfekt. „Was will man mehr? Besser geht es einfach nicht“, sagte der Schwabe nach dem souveränen neunten Sieg seiner Karriere. Beim Biathlon-Weltcup in Südtirol baute er seine imposante Italien-Serie durch den makellosen Triumph im Sprint auf fünf Einzel-Erfolge nacheinander aus.

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Bereits in den vergangenen beiden Jahren hatte der 27-Jährige dort Sprint und Verfolgung gewonnen, nun folgte der nächste Streich. Kein anderer Skijäger hat dieses Kunststück in Antholz bislang vollbracht. „Das Rennen geht immer neu los, auch wenn ich in den letzten beiden Jahren schon hier gewonnen habe. Das nützt mir relativ wenig für das aktuelle Rennen“, sagte Schempp: „Ich musste die drei Runden und zwei Schießen super absolvieren, um wirklich wieder vorne zu stehen.“

Nach 10 km lag der Staffel-Weltmeister bei traumhaftem Winterwetter vor den Augen seiner Eltern knapp vor dem ebenfalls fehlerfreien Russen Zwetkow. „Das war ein harter Fight, und am Sonnabend geht es wieder von neuem los“, sagte Schemp, der in der Verfolgung am Sonnabend erneut als Favorit in die Loipe geht und seine Serie weiter ausbauen kann: „Die Zuschauer können sich auf einen richtig spannenden Wettkampf freuen. Ich hoffe, dass ich wieder gewinnen kann.“

Vor der Italien-Reise hatte Schempp eine Zwangspause einlegen müssen. Nachdem ihn eine Erkältung zehn Tage ausgebremst hatte. Nach der harten Zeit konnte er beim Heim-Weltcup in Ruhpolding nur im Einzel antreten. Der starke sechste Rang belegte aber bereits, dass sich Schempp in der Form seines Lebens befindet und selbst solche Rückschläge wegstecken kann.

Allerdings verspielte er so alle Chancen auf den zu Saisonbeginn durchaus möglichen ersten Sieg im Gesamtweltcup. „Es ist natürlich extrem schade, wenn so ein Ausfall passiert. Aber mir hilft es nichts, jetzt zu grübeln. Ich muss nach vorne schauen. Solche Rennen wie heute helfen einem dann schon, darüber hinweg zu kommen“, sagte Schempp. Einen wirklichen Grund, warum er in der dünnen Luft auf 1 600 Metern Höhen schon seit drei Jahren nicht zu schlagen ist, kann Schempp nicht liefern.

TV-Tipp: ARD: Sonnabend, 13.05 Uhr: 10 km Verfolgung Frauen; 15.15 Uhr: 12,5 km Verfolgung Männer. Sonntag: 11.25 Uhr: 4x6 km Frauen; 14.30 Uhr: 4x7,5 km Männer.