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Schicke Straße für die Schickenhäusern

Ein paar kleinere Straßenbauvorhaben wird die Stadt noch realisieren. Für die großen gibt es kein Geld.

Wegen des üblen Zustands ist die Straße an den Schickenhäusern eigentlich gesperrt. Allerdings wollen manche Autofahrer den Umweg über Pommlitz nicht nehmen und rücken die Absperrungen immer wieder beiseite.
Wegen des üblen Zustands ist die Straße an den Schickenhäusern eigentlich gesperrt. Allerdings wollen manche Autofahrer den Umweg über Pommlitz nicht nehmen und rücken die Absperrungen immer wieder beiseite. © Jens Hoyer

Döbeln. Es scheint eine Art Volkssport zu sein, die Absperrung an der Straße an den Schickenhäusern immer wieder beiseite zu räumen. Die Straße, die eine kurze Verbindung zwischen Zschaitz/Gadewitz und der sogenannten Kalkstraße in Richtung Döbeln Ost darstellt, ist wegen der extremen Schlaglöcher eigentlich voll gesperrt. 

Trotzdem wollen offenbar einige Autofahrer den Umweg über Pommlitz umgehen. Die Straße ist aber die längste Zeit eine Buckelpiste gewesen, die Sanierungsarbeiten werden in Kürze beginnen. Eine Firma aus Plaue in Thüringen soll bis Ende Oktober auf dem gesamten Straßenabschnitt den alten Belag abfräsen und eine neue Deckschicht aufbringen. Der konkrete Baubeginn ist allerdings noch nicht abgestimmt, so Stadtsprecher Thomas Mettcher .

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Die Sanierung der Straße an den Schickenhäusern gehört zu einem ganzen Paket vom kleineren Straßenbauvorhaben, die der Stadtrat im April dieses Jahres beschlossen hatte. Die Stadt bekommt dafür rund 264.000 Euro aus einem Programm des Freistaates für die Förderung von Straßen- und Brückenbauvorhaben. Das Geld wird auf Grundlage der Länge des kommunalen Straßennetzes zugewiesen.

Bereits im Frühjahr erledigt, wurde die Deckensanierung eines Abschnittes der Käthe-Kollwitz-Straße in Döbeln Ost I, die eigentlich schon im vergangenen Jahr erfolgen sollte. Die Realisierung mehrere Vorhaben steht aber noch aus. Mit ganz oben auf der Prioritätenliste steht die Straße Zur Muldenterrasse in Döbeln Nord. Auch dort soll der alte Belag abgefräst und eine neuer aufgebracht werden. Eine Firma aus Leipzig soll die Arbeiten von Mitte Oktober bis Ende November realisieren, so Mettcher. Die geplanten Kosten von 35.000 Euro reichten dafür aber nicht aus. Deshalb musste eines der geplanten Bauvorhaben gestrichen werden: Die Rudolf-Breitscheid-Straße wird vorerst keinen neuen Straßenbelag bekommen.

Freuen können sich die gehbehinderten Senioren aus dem Wappenhenschstift. Diese hatten sich in der Vergangenheit über den Zustand des Gehweges am Kreisel und an der Oberbrücke beschwert. Wegen der Unebenheiten ist er insbesondere mit Rollatoren nur unter Schwierigkeiten zu benutzen. Bis zum Jahresende soll der Fußweg instand gesetzt werden, so Mettcher. Die vorhandenen Gehwegplatten und das Pflaster werden herausgenommen, bearbeitet und neu verlegt. Nach Abschluss der öffentlichen Ausschreibung wird der Auftrag vergeben. Danach wird auch der konkreten Zeitpunkt für den Beginn der Bauarbeiten festgelegt.

An der Bahnbrücke und an der Brücke Holländerweg in Gärtitz sind einige Sicherungsarbeiten, Mörtelarbeiten sowie Instandsetzungen an den Geländern und Brückenköpfen geplant. Die Ausschreibung und die Durchführung der Arbeiten sollen noch in diesem Jahr erfolgen, so Mettcher.

Zwei wichtige und deutlich umfangreichere Vorhaben kann die Stadt aber nicht realisieren. Der Bau mehrere Straßen in Keuern und der grundhafte Ausbau der Nordstraße sind mangels Fördermittel auf unbestimmte Zeit zurückgestellt. „Es sieht nicht so aus, als ob es Geld gibt. Mal sehen, ob der Topf aufgefüllt wird. Wir erhalten die Anträge aufrecht“, sagte Döbelns Baudezernent Thomas Hanns. Oberste Priorität hat der Straßenbau in Keuern – ein Gemeinschaftsprojekt mit dem Abwasserzweckverband und der Wasserwirtschaft. „Es wäre nicht gut, wenn die ihre Leitungen tauschen und dann die Straßen einfach wieder zumachen würden“, sagte Hanns.

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