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Schilder warnen vor Kutschen

Nach dem Kutschenunfall im Vorjahr sollen die Straßen um Moritzburg sicherer werden. Die Gemeinde ist nicht ganz zufrieden.

Von Sven Görner

Auf Moritzburgs Straßen hat sich in den letzten Tagen einiges verändert. Einige Verkehrszeichen sind verschwunden, andere wurden ergänzt, und es gibt auch ganz neue. Anlass für die neue Beschilderung in Moritzburg und Umgebung ist der schwere Kutschenunfall vom August 2013. Auf der Radeburger Straße in Moritzburg starben dabei ein Motorradfahrer und zwei Pferde. Gemeinde, Kutschenunternehmer und Reiter waren sich anschließend schnell einig, dass etwas passieren muss.

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Noch im Herbst rückten Vertreter des Landratsamtes Meißen, der Polizei und des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr an, um vor Ort mit der Gemeindeverwaltung über Lösungen zu sprechen. Denn Moritzburg darf selbst keine Verkehrszeichen aufstellen. Zu Jahresbeginn folgten noch zwei sogenannte Verkehrsschauen an den kritischen Punkten, wo sich Autos, Kutschen, Spaziergänger und Reiter gefährlich begegnen können. Bei den Beratungen ging es aber nicht nur um das Thema Kutschen und Reiter, sondern auch um weitere Vorschläge für mehr Sicherheit auf den Straßen der Großgemeinde. Mit den Ergebnissen ist Moritzburgs Bürgermeister Jörg Hänisch (parteilos) nicht unzufrieden, auch wenn nur ein Teil seiner Vorschläge umgesetzt wird.

Auf der Radeburger Straße, auf der sich der Unfall ereignete und regelmäßig viele Kutschen und Kremser unterwegs sind, gibt es gleich mehrere Änderungen. Mit ihrer Forderung nach Tempo 30 konnte sich die Gemeinde allerdings nicht durchsetzen. Zwischen den Einmündungen der Großen Fasanenstraße und des Weges zum Blauen Tor ist weiter die doppelte Geschwindigkeit erlaubt. Dafür gilt dort jetzt aber in beiden Richtungen auf der gesamten Strecke ein Überholverbot.

An der Großen Fasanstraße, wo die Gespanne nach ihrer Tour zum Fasanenschlösschen auf die Radeburger Straße auffahren, wurde auf das Aufstellen eines zusätzlichen Hinweisschildes verzichtet. Die Gemeinde hatte dort bereits unmittelbar nach dem Unfall Wildwuchs zurückschneiden lassen, sodass die Kutscher jetzt eine bessere Sicht haben. Und die Kutschen können ebenfalls rechtzeitig bemerkt werden.

Neben den Kutschenwegen kreuzen auch Reitwege in Moritzburg vielbefahrene Straßen. So warnen jetzt Schilder an der Staatsstraße zwischen Moritzburg und Bad Sonnenland vor Reitern auf dem dortigen Fernreitweg. Verkürzt wurde der Tempo-30-Abschnitt auf der Meißner Straße aus Richtung Auer. An dieser ungefährlichen Stelle stand oft das Blitzerauto. Jetzt darf nach der Ausfahrt des Landgestüts auf 50 beschleunigt werden.