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Unbekannte holen Bielatal nach Königstein

Über Nacht verschwanden die Ortseingangsschilder in beiden Kommunen. Und tauchten an anderer Stelle wieder auf.

Streich oder Ernst? Wenn Bielatal plötzlich in Königstein liegt.
Streich oder Ernst? Wenn Bielatal plötzlich in Königstein liegt. © Foto: privat

Man ist in Königstein und weiß es nicht: In der Festungsstadt verschwand Anfang der Woche überraschend das Ortseingangsschild. Das gelbe Schild in Höhe der Papierfabrik war plötzlich weg. Dafür prangte an der Stelle ein anderes: Das der Nachbargemeinde Bielatal. Dort, etwa fünf Kilometer entfernt, fand sich das verschwundene Königsteiner Ortseingangsschild wieder. 

Der spontane Schildertausch ist übrigens nicht ganz falsch. Zumindest, was Königstein betrifft. Denn in Höhe der Papierfabrik fließt die Biela durch den Ort. Die Straße heißt deshalb auch Bielatalstraße. Der Name "Bielatal" hätte daher tatsächlich seine Berechtigung. Oder spielten die Unbekannten mit der Aktion etwa auf eine mögliche Eingemeindung von Rosenthal-Bielatal nach Königstein an? Beide Kommunen bilden bereits eine Verwaltungsgemeinschaft.

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Feststeht: Solche "Schildbürgerstreiche" sind keine Seltenheit im Landkreis. Erst Anfang des Jahres wurde das Ortseingangsschild von Doberzeit bei Lohmen geklaut. Anders als in Königstein und Bielatal, tauchte es jedoch nicht wieder auf. 

2019 machten sich Unbekannte zudem in Sebnitz, Bischofswerda, Neustadt und Langburkersdorf einen besonderen Scherz. Sie hatten in den Kommunen fleißig die Ortseingangsschilder ausgetauscht. Im Bischofswerdaer Süden lasen die Autofahrer danach, dass sie sich nun in Langburkersdorf befinden. Abgebaut wurde dieses Ortseingangsschild auf der Hohwaldstraße in Langburkersdorf - genau dort montierten die Unbekannten das Bischofswerdaer Gegenstück.

Auch die beiden Erzrivalen Sebnitz und Neustadt waren betroffen. Am Ortseingang von Sebnitz aus Richtung Lichtenhain kommend prangte der Schriftzug "Neustadt i. Sa.". Diese vermeintliche feindliche Übernahme entpuppte sich schnell als gegenseitiger Flächentausch. Am Fuße der Götzingerhöhe in Neustadt erfuhren die Autofahrer, dass sie gerade nach Sebnitz rollen. 

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