SZ +
Merken

Schkola baut in Ebersbach an

Ein neuer Anbau schafft Platz für eine eigene Küche und neue Räume. Auch Schüler mit Behinderungen sollen davon profitieren.

Teilen
Folgen

Von Romy Kühr

Seit dem Sommer ist die Schkola in der ehemaligen Hainschule eine Baustelle – zumindest teilweise. Vom alten Anbau neben der Turnhalle stehen nur noch die Grundmauern, im Innenhof wird gerade das Erdgeschoss eines neuen Gebäudes errichtet. Das hat zwei Gründe: Die Schule möchte bessere Bedingungen für Kinder mit Behinderungen bieten. Sie sollen künftig barrierefrei in den Anbau mit dem Sanitärtrakt gelangen und die Schule soll eine eigene Küche bekommen.

Das Hauptgebäude ist bereits durch den Anbau eines Fahrstuhls an das alte Schulgebäude barrierefrei zugänglich. Schwieriger ist es bisher mit dem alten Sanitäranbau. Von den oberen Etagen aus gibt es keinen Zugang. Man gelangte bisher nur über das Erdgeschoss über einen Verbindungsbau in den Anbau. Das bedeutete für die Schüler: Sie mussten mitunter aus dem zweiten Stock zuerst bis ins Erdgeschoss und von dort in das Nebengebäude. Das kostete unnötig viel Zeit. Das soll sich nun ändern. Zum Tag der offenen Tür am Sonnabend konnten Besucher unter anderem die Pläne ansehen, wie das Schulhaus einmal aussehen soll. Der Verbindungsgang und der Anbau werden demnach aufgestockt. Hier wird es Toiletten geben und Sanitärräume für die Turnhalle. Der Innenhof wird überbaut. Hier entsteht ein eigener Küchentrakt für die Schule. Unter dem Motto „Kinder kochen für Kinder“ soll hier künftig selbst Essen zubereitet werden – ein Aspekt im ganzheitlichen Lernkonzept der Schkola Oberland. Für ihr Vorhaben sammelt die Schkola Geld. 70 000 Euro hat sie sich als Ziel gesteckt. 5 000 Euro Spenden sind bisher in den vergangenen drei Monaten zusammengekommen.

Aber nicht nur für die Baustelle interessierten sich die Besucher am Sonnabend. Viele schauten zum Beispiel neugierig bei Radka Försterova durch die Tür. Im Sprachraum der Schkola Oberland hatte die gebürtige Tschechin einen Tisch gedeckt und sogar ein paar Teller mit Gerichten vorbereitet – aus Papier und Pappe. Sie wollte den Besuchern beim Tag der offenen Tür beibringen, wie man sich im Nachbarland im Alltag verständigen kann.